Archiv für den Monat: September 2016

Online-Werteanalyse für Paare, Familien, Teams und Arbeitsgruppen

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http://paar-team.werteanalyse.de

Mit unserer „Werteanalyse für Paare, Familien, Teams und Arbeitsgruppen“ ist es leichtgängig möglich, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen individuellen Wertesystemen zu erkunden und ansprechbar zu machen.

Ein aktiver präventiver Schritt für ein gelingendes Zusammenleben und -arbeiten in Paar- und Gruppenbeziehungen.

Bild: fotolia © Annett Seidler

Es ist noch nie einer zurückgekommen von ‘nach der Geburt’

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

“Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?” fragt der eine Zwilling.
“Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen kommen wird,” antwortet der andere Zwilling.

“Ich glaube, das ist Blödsinn!” sagt der erste. “Es kann kein Leben nach der Geburt geben ‐ wie sollte das denn bitteschön aussehen?”
“So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?”
“So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.”

“Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.”
“Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von ‘nach der Geburt’. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Basta.”

“Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.”

“Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?”
“Na hier ‐ überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!”

“Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.”
“Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt….”

Die Existenz analysieren?

Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse [1905-1997] begründete mit seiner ‚Existenzanalyse‘ sein sinntheoretisches Gedankengut. Die Existenzanalyse kann verstanden werden als das ‚Menschenbild‘, auf dem operativ die Arbeit der sinnzentriert therapeutischen Praxis fußt. Diese sinnzentrierte Therapie nennt Frankl ‚Logotherapie‘ [logos – hier verstanden als ‚Sinn‘]. Frankl steht hierbei zwar in der Tradition der Existenzphilosophie [Jaspers, Heidegger, Kierkegaard] und der Phänomenologie [Scheler], geht aber über beide hinaus.

Die Existenzanalyse begleitet den Menschen auf der Suche nach seinem individuellen Sinn im Leben und die Logotherapie begleitet ihn dort, wo er diesen Sinn nicht finden kann, um die vorhandenen Hindernisse und Blockaden aufzuspüren und aufzulösen. Existenz [existere = hervortreten] ist dabei stets ein Prozess, denn der Mensch kann zu jeder Zeit entscheiden. Und was entscheidet er? Wer er im nächsten Moment sein will. Im Rahmen einer Existenzanalyse steht daher nicht die Analyse von Existenz im Fokus, sondern es wird analysiert, wie ein Mensch existiert.

Existenziell zu leben meint logotherapeutisch, in Freiheit und Verantwortung selbstbestimmt zu leben. Ein solches Leben sagt ‚unbedingt‘ Ja zum Leben, es wartet nicht darauf, dass andere das eigene Leben positiv beeinflussen, es ist ein ‚entscheidendes‘ Leben. Gelingt es nicht, eine Entscheidung zu finden, also nicht ‚ja‘ zum [Arbeits-, Beziehungs-, …]Leben zu sagen, dann sind die Logotherapie oder das Logocoaching die Methoden der Wahl. Sie sind die Plattform, auf der verloren gegangene Orientierung wieder zurückgefunden werden kann.

Das Ziel der Logotherapie und des Logocoachings ist die Bewusstmachung und Intensivierung der individuell gelebten Sinnfülle durch die Hinführung zu einer frei gewählten Verantwortung. Dabei – und das unterscheidet die Logotherapie von allen anderen Therapierichtungen – wird der Mensch nicht als das Ergebnis innerpsychischer Prozesse oder umweltlicher Einflüsse allein angesehen. Physis, Psyche und Umwelt nehmen zwar Anteil, wesentlicher jedoch ist die Fähigkeit des Menschen über sich selbst hinauszureichen, für jemanden oder etwas da zu sein, was man nicht wieder selber ist.

Sinnverwirklichung [Frankl] ist daher deutlich mehr als Selbstverwirklichung [Maslow]. Sinn zu verwirklichen bedeutet, das Recht auf ein gelingendes Leben einzulösen. Dies führt dazu, dass in der Logotherapie und im Logocoaching das, was jetzt und ab sofort möglich ist, immer stärker im Fokus steht als das, was war oder durch was auch immer Begrenzungen erfuhr. Das Gründeln in der Vergangenheit wird so wenig wie irgend möglich und so viel wie absolut zum Not wenden erforderlich praktiziert. Warum diese Zuspitzung? Weil: Am Ende jeden Tages zählt nur die konkrete Handlung, nicht das Wissen um mögliche Handlung.

Spruch des Tages

Grundbedingung für das Leben jedes Einzelnen ist und bleibt,
dass er selbst versuche, sich zu wandeln.
Dass er lerne, die Knüppel, welche man ihm vor die Füße wirft,
nicht als Hindernisse, sondern als Sprungbretter zu benützen.

Jean Gebser

 

Na endlich: Die Suche nach Sinn als Voraussetzung für ein gelingendes Leben erübrigt sich

Hans-Otto Thomashoff ist Psychiater und Psychoanalytiker und Aufsichtsrat der Sigmund-Freud-Privatstiftung. Ein echter Freudianer also.

Und was sagte Freud?: „Im Moment, da man nach dem Sinn und Wert des Lebens fragt, ist man krank, denn beides gibt es ja in objektiver Weise nicht; man hat nur eingestanden, dass man einen Vorrat an unbefriedigter Libido hat, und irgend etwas muss damit vorgefallen sein, eine Art Gärung, die zur Trauer und Depression führt.“ [Freud in einem Brief an Marie Bonaparte, zit. n. Ernest Jones: Das Leben und Werk von Sigmund Freud, 1962]

Und was schreibt Thomashoff? In seinem Buch ‚Ich suchte das Glück und fand die Zufriedenheit‘:

fot1„Unsere psychischen Bedürfnisse sind also im Spannungsfeld zwischen Beziehung und Bewirken angesiedelt. Wir streben nach Geborgenheit, aber zugleich nach der Eroberung der Welt. […] Dort wo diese beiden Grundbedürfnisse unserer Psyche ausreichend befriedigt werden, werden wir mit Zufriedenheit belohnt. Dann ist unser Leben erfüllt. Die Suche nach einem höheren Sinn als vermeintliche Voraussetzung für ein gelingendes Leben erübrigt sich [Hervorh. d. V.]. Schließlich erweist sich die viel gepriesene Sinnsuche bei näherer Betrachtung meist als Ersatzstrategie für das Zurechtkommen in einer unabwendbar frustrierenden Realität. Das kann in Ausnahmesituationen berechtigt sein, im Allgemeinen ist es das nicht, lenkt es doch allzu sehr davon ab, das Leben wirklich zu leben und dort, wo möglich, die Dinge zu ändern. Andernfalls kommt es zu Frust. […] Und dennoch sucht alle Welt nach Sinn.

Hintergrund ist die Frage nach dem Warum, sie beherrscht unser Denken. Die Suche nach einer Erklärung aktiviert unser Motivationszentrum, und finden sie [.] dann werden wir belohnt. Wir wollen uns auskennen, wollen Zusammenhänge verstehen. Unser Belohnungssystem ist darauf ausgerichtet, zum Überleben ist das hilfreich. Überall sehen wir kausale Verknüpfungen. Manche bewähren sich, andere halten sich, selbst wenn sie komplett unsinnig sind, solange sie das Überleben nicht ernsthaft gefährden. […] Immer wenn es in der Wirklichkeit mies läuft, kann der wahre oder vermeintliche Sinn darüber hinweghelfen. Da verwundert es nicht, wenn die Sinntherapie, Logotherapie und Existenzanalyse von Viktor Frankl an einem Ort entwickelt wurde, an dem Überleben unmöglich schien: Im Horror des Konzentrationslagers.“

Die Haupthesen also sind:

  • Psychische Bedürfnisse sind im Spannungsfeld zwischen Beziehung und Bewirken angesiedelt.
  • Sinnsuche ist Ersatzstrategie, um in der frustrierenden Realität zurechtkommen. Sie lenkt jedoch davon ab, das Leben wirklich zu leben und dort, wo möglich, die Dinge zu ändern.
  • Hintergrund ist die Frage nach dem Warum, sie beherrscht unser Denken. Die Suche nach einer Erklärung aktiviert unser Motivationszentrum.
  • Immer, wenn es in der Wirklichkeit mies läuft, kann der wahre oder vermeintliche Sinn darüber hinweghelfen.

Und da hier Viktor Frankl und dessen Sinnlehre in die Argumentation verknüpft wird [Frankl ist nach Freud und Adler der Begründer der 3. Wiener Schule der Psychotherapie] sind einige Korrekturen unabdingbar. Denn leider gibt es viele Anhänger von Psychotherapieschulen, die Frankl zwar gelesen, jedoch nicht verstanden haben oder sein Gedankengut bewusst verzerrt wiedergeben. Kollege Thomashoff ist aufgrund seiner vorgenommenen Verknüpfung leider keine Ausnahme.

Wir wollen die Korrekturen an den in dem gelesenen Abschnitt stehenden Haupthesen anlehnen:

  • Psychische Bedürfnisse sind im Spannungsfeld zwischen Beziehung und Bewirken angesiedelt. Werden diese ausreichend befriedigt, werden wir mit Zufriedenheit belohnt.  Die Suche nach einem höheren Sinn als vermeintliche Voraussetzung für ein gelingendes Leben erübrigt sich.

Die Psycho-Logik dieses Satzes lässt sich unterschreiben. Werden psychische Bedürfnisse befriedigt, dann bekommt das psychische Fühlsystem das, was es braucht, um über die Botenstoffe im Gehirn mitzuteilen: Mir geht es gut. Sie, Kollege Thomashoff, nennen das Zufriedenheit. Das sei Ihnen gegönnt. Mir wäre das deutlich zu wenig, denn ich nenne das ‚momentanes Wohlbefinden‘. Und das kann ich mir für 10 Euro auch auf dem Oktoberfest kaufen, wenn ich in lustvoller Beziehung zu meiner Partnerin bewirke, mit ihr ein Karussell zu entern und ein paar Runden zu drehen.

Aber bitte: Wie sichert dieses Gefühl Ihnen das Recht auf Ihr gelingendes Leben, das VOR IHNEN liegt? Wir nehmen hier aus sinnzentrierter Perspektive genau das Gegenteil von Ihnen an: Wer um den Sinn in seinem Leben weiß, wird TROTZ der allzu menschlichen psychischen Spannungen und Verspannungen, künftig seinen Halt nicht verlieren. Und dazu braucht es auch bitte nur ‚Sinn‘ – Sie suggerieren hingegen mit ‚höherem Sinn‘, dass hier etwas Unerreichbares, vielleicht Göttliches am Werk sein muss. Da Frankl allzu oft dieser Unsinn in den Mund gelegt wird, um von den Unzulänglichkeiten des eigenen Therapiekonzeptes abzulenken, sei ganz klar gestellt: Sinn ist immer da, um jeden Menschen. Er kann von jedem Menschen gefunden werden und dazu braucht es keinen Gott. Sinn kann nicht gemacht werden, schon gar nicht von einem Gehirn – aber für ein konstruktivistisch geprägtes Menschenbild, wie das, das Sie hier einbringen, ist dies vermutlich ebenso unfassbar wie für Ihren Lehrvater Freud, der den Menschen ja als krank ansah, wenn dieser das tat, was Frankl als das zentrale Humanum ansieht.

  • Sinnsuche ist Ersatzstrategie, um in der frustrienden Realität zurechtkommen. Sie lenkt jedoch davon ab, das Leben wirklich zu leben und dort, wo möglich, die Dinge zu ändern.

Mit Verlaub, auch das ist Unsinn.

Frankl gibt stets zu verstehen, dass am Ende des Tages nur die Handlung steht. Gerade das Spiel, in der eigenen tiefen Psyche herumzugründeln und viel Zeit mit der Hyperreflexion des Gewesenen zu verbringen – manchmal halt 80, 150 oder auch 300 Stunden Analyse – dreht die Aussage des Autors geradewegs um: Psycho-Analyse wird zur Ersatzstrategie.

Frankl: ‚Kennzeichnet es doch den spezifischen Modus des neurotischen Daseins, dass es der Mensch selbst ist, dass es seinen eigenen inneren Zustände sind, was sein Interesse gewinnt, während in gleichem Maße die Welt und die Gegenstände in ihr zurücktreten [Hervorh. d.V.].“  Genau: Der Mensch soll sich gerade mit den Themen befassen, die außerhalb von ihm liegen, er soll sich quasi selbst vergessen [Selbsttranszendenz meint bei Frankl Selbstvergessenheit]. Nur: das, womit er sich befasst, muss sinnvoll sein und nicht nur zweckdienlich. Und damit der Mensch weiß, dass etwas voller Sinn ist, gilt es, ihn mit Abgleich des eigenen, sich bewusst gemachten Wertesystems zu suchen. Dieses Vorgehen – nennen Sie, Kollege Thomashoff, es gerne Strategie – wir nennen es Not-Wendigkeit.

  • Hintergrund ist die Frage nach dem Warum, sie beherrscht unser Denken. Die Suche nach einer Erklärung aktiviert unser Motivationszentrum.

Genau, da stimme ich Ihnen gerne zu. Wenn der Mensch nach dem Warum fragt, kommt er in der Vergangenheit an. Und so er dort etwas findet, vielleicht eine Ressource, ein verborgenes Talent o.ä., das er aktivieren kann, dann fühlt sich das womöglich für ihn gut an. Da aber die Warum-Frage dazu einlädt, ihr immer weiter zu folgen und leider viele Menschen bereit sind, sich für ein immer mehr ‚Warum‘ entsprechend Rat und Begleitung von außen zu holen und dann bei allen Bemühungen um eine Antwort irgendwann frustriert sind, weil sie sie eben doch nicht gefunden haben, ist eines für uns ganz klar:

Mit ‚Warum‘ kommt der Mensch nicht ins HANDELN. ‚Warum‘ beherrscht – wie Sie sagen – das DENKEN. Und weil das Frankl schon vor 100 Jahren wusste, geht die Logotherapie den Weg, mit dem Menschen eine Antwort auf das ‚Wofür‘ zu finden. Mit ‚wofür‘ entscheidet sich ein Mensch. Und wofür entscheidet er sich im Kern? Er entscheidet, wer er im nächsten Moment sein will. Fredmund Malik dazu: „Es ist das Beste, was je zur Frage von Motivation gesagt wurde. Ja, ich halte Frankls Sinn-Theorie für die richtige Motivationslehre schlechthin.“

  • Immer wenn es in der Wirklichkeit mies läuft, kann der wahre oder vermeintliche Sinn darüber hinweghelfen.

Nein, Herr Kollege, aber danke für Ihre Ironie. Wir sehen das ganz anders: Wenn der Sinn [der nie wahr oder vermeintlich ist] im Leben gefunden ist, dann läuft die Wirklichkeit nicht mies. Denn wer ein Wofür im Leben hat, der erträgt fast jedes Wie. Und dieses Wofür kann dem Menschen niemand machen: keine Sucht, keine Unternehmensvision, keine Kirche, kein Therapeut, auch nicht Ihre Bücher oder meine oder Frankls. Dieses Wofür wartet jederzeit auf jeden Menschen, denn die Frage lautet nicht: Was kann mir mein Leben bieten, damit ich mich zufrieden fühle? Sondern: Auf welche Frage meines Lebens bin ich die Antwort, die ich mit meiner Freiheit verantworte? Und – vielleicht stimmen Sie zu – diese Frage kann nur der einzelne Mensch finden und beantworten.

Ich wünsche Ihnen zumindest von Herzen, dass es Ihnen gelingen möge, nie einem vermeintlichen Sinn aufzusitzen. Das wirkliche, von freudianischen Altlasten abgespeckte, verstehende Lesen der Literatur von Frankl kann dazu ein Beitrag sein.

Es geht bergauf

Jamie Andrew ist 47 Jahre alt. Und Schotte. Und nach einem Unfall an allen vier Gliedmaßen amputiert. Und nun ist es ihm gelungen, das Matterhorn zu besteigen. Sechs Stunden hat es gedauert, dann war er auf dem Gipfel des 4478 Meter hohen Schweizer Wahrzeichens. Noch einmal knapp sieben Stunden für den Abstieg, dann war es geschafft. Und was sagt der Kletterkünstler zu seinem Erfolg? „Es geht nicht darum, Rekorde zu brechen. Es geht darum zu beweisen, dass man Großartiges erreichen kann, wenn man das Beste aus dem macht, was man hat, wenn man an sich glaubt und wenn man einen Schritt nach dem anderen geht.“
Andrew bestätigt eindrucksvoll: Verhalten wird nicht durch die Bedingungen diktiert, die der Mensch antrifft, sondern von den Entscheidungen, die er trifft.

Baue den Brunnen, wenn du Kraft hast,
… nicht erst, wenn du Durst hast.

Chinesische Weisheit

Unternehmenswerte in der Praxis

Die Werte des Unternehmens Bosch
[Quelle Unternehmenswebseite]:

Zukunfts- und Ertragsorientierung
Wir handeln ertragsorientiert, sichern so unsere Zukunft und schaffen die Grundlagen für die gemeinnützigen Vorhaben des Unternehmens und der Robert Bosch Stiftung.

Verantwortung und Nachhaltigkeit
Wir handeln verantwortlich im Interesse unseres Unternehmens und berücksichtigen dabei auch die Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt.

Initiative und Konsequenz
Wir handeln aus eigener Initiative, in unternehmerischer Verantwortung und sind konsequent bei der Verfolgung unserer Ziele.

Offenheit und Vertrauen
Wir kommunizieren wichtige Unternehmensthemen rechtzeitig und offen und schaffen so die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Fairness
Wir erachten Fairness in der Zusammenarbeit im Unternehmen und mit Geschäftspartnern als Voraussetzung für unseren Erfolg.

Zuverlässigkeit, Glaubwürdigkeit, Legalität
Wir versprechen nur, was wir halten können, sehen Zusagen als Verpflichtung an und beachten Recht und Gesetz.

Vielfalt
Wir schätzen und fördern Vielfalt als Bereicherung und Quelle unseres Erfolgs.


Die Nachrichten über Bosch in den vergangenen Tagen:

– Abgas-Skandal Bosch gerät in der Diesel-Affäre in Erklärungsnot
– Volkswagen: Bosch verlangte von VW Haftungsfreistelluung
– Abgasaffäre: Bosch in VW-Skandal schwer belastet
– Bosch-Chef unter Verdacht: Anzeigen gegen Volkmar Denner

und weitere mehr ….

Nun wird sich zeigen, ob ein Unternehmenswertesystem hält, was es verspricht oder im Gegenteil zu einer massiven Sinnkrise bei den Menschen beiträgt, die ‚beim Bosch‘ in einem Unternehmen arbeiteten, das vielfach gepriesene kunden- und mitarbeiterorientierte Leistungen erbrachte und in anderen Unternehmensbereichen ja auch immer noch erbringt.

Meine Fragen sind: Was hat Bosch bislang bei einem den Werten des Hauses zuwider laufenden Verhalten von Mitarbeitern getan? Und wie werden die Werte diesmal konkret eingesetzt werden, um Missstände, so sie aufgedeckt und bewiesen werden sollten, zu beseitigen? Und allgemein: Bezahlen Firmen eigentlich ihren Mitarbeitern den Image-Schaden, den diese erleiden, wenn sie von Freunden, Bekannten und Nachbarn darauf angesprochen werden, wohl in einem Unternehmen zu arbeiten, dass sich wider alle selbst gesetzten Handlungsprinzipien mehr und mehr sinnentleert im Markt verhält?