Schlagwort-Archiv: KrisenPraxis

Krise macht Urlaub

Unsere KrisenPraxis macht Urlaub, und anschließend gehen wir in den ersten Teil der Vorbereitung unseres nächsten Buchprojektes.

Wir melden uns wieder am 1.10.2017 und wünschen Ihnen bis dahin eine krisenbefreite Zeit.

Neue Praxisräume

Geschafft. Nun haben wir den Umzug unserer Praxis für Logotherapie, Schematherapie und Krisenberatung nach Augsburg hinter uns. Wir begrüßen hier unsere Klienten und Patienten in einem denkmalgeschützten Haus aus dem 18. Jahrhundert mit knarzenden Holzböden und gekalkten Wänden in der ersten Etage auf Augsburgs bekanntester Hauptstraße.


Blick von unserem Therapieraum und der KrisenPraxis in den Raum für Beratung, Mediation und Krisenprävention.

 

 

 

 

Blick vom Therapieraum ins Erkerzimmer-Büro mit großer Fachbibliothek.

Neue Praxisräume

Die KrisenPraxis legt eine Einzugspause ein.

Unsere Privatpraxis für wertebasierte Psychotherapie, Logotherapie und Schematherapie mit ihren Schwerpunkten Therapie – Krisenberatung – Krisenprävention – Life2Me®-Coaching bekommt eine zweite Adresse. Auf der Maximilianstraße in Augsburg ziehen wir im April ein. Die Vorbereitungen
und das, was jeder kennt, wenn Möbelwagen vor der Türe stehen, erfordern unsere Aufmerksamkeit.

Die KrisenPraxis meldet sich daher wieder in der Woche nach Ostern.
Bis dahin wünschen wir Ihnen eine krisenbefreite Zeit.

 

Ralph Schlieper-Damrich

1. Juli 2016

Wir haben viel zu tun. Logotherapie, Business Coaching, Managementqualifizierung, Internetkonzeptionen, Literaturstudium für das nächste Buchprojekt …., alles braucht Zeit und Kraft. Daher verringern wir etwas die Anzahl der Impulse in unserer KrisenPraxis. Statt täglich kommen nun zwei- bis dreimal in jeder Woche Neuigkeiten, Anregungen, Theoretisches und Praktisches.

Zum Buch ‚Krisencoaching‘ und zur ‚KrisenPraxis‘

Aus einem von einem Teilnehmer dokumentierten Gespräch im Rahmen eines Colloquiums Privatissime mit Führungskräften über unsere Arbeit im Kontext ‚Krise‘

Wie ist es zu Ihrem Buch ‚Krisencoaching‘ gekommen?

„Ich treffe im Coaching oft auf Führungskräfte, die sich in ihren Unternehmen als recht wirkungsvolle Krisenbegleiter bei anderen Menschen eingebracht haben, sich in ihren eigenen Umbruchsituationen aber hilflos zeigen. Ich stelle dann meist fest, dass diese Menschen anderen oftmals dadurch gut helfen, weil sie zur rechten Zeit die passenden Fragen stellen, jedoch überraschend das Maß an Selbstreflexivität und Selbstkenntnis vermissen lassen, das erforderlich wäre, um eigenen extremen Belastungen zu trotzen.

Dabei haben wir zwar wie nie zuvor intelligente Verfahren verfügbar, die das Orientierungswissen des Menschen über sich selbst vergrößern können. Trotzdem wissen die Menschen immer weniger über sich, weil ihnen die Komplexität ihrer Aufgaben die Zeit für sich selbst oft stiehlt.
Tritt dann eine massive Belastungssituation ein, erleben auch ansonsten perfekt analysierende Führungspersönlichkeiten ihrem Dasein den Boden entzogen. Als Coach biete ich mich dann meinem Gesprächspartner dafür an, sein Wissen über sich selbst zu aktualisieren und darüber dann Wege aus der Krise zu finden.

Irgendwann kam dann der Entschluss, mein Wissen über das Phänomen Krise und den Umgang mit ihr zu bündeln. Das Buch entstand also nicht aufgrund eines Schlüsselereignisses. Es war vielmehr über die Jahre und zahllosen Krisencoachings ein schwerer Schlüsselbund entstanden, der mich veranlasste, die gemachten Erfahrungen mit anderen Kollegen zu teilen und daraus dann das aus unserer Sicht Wichtigste zu veröffentlichen.“

Woran arbeiten Sie zur Zeit?

„Aktuell arbeite ich mit einem Manager aus der Rüstungsindustrie, dessen Arbeitsumfeld sich durch das vom Vorstand beschlossene Outsourcing eines seiner Hauptkompetenzfelder erheblich ändern wird. Mein Klient empfindet sich in einer Wissenskrise, die ich schon oft bei hochqualifizierten Menschen erlebt habe, deren Ressource Wissen zuerst durch einen solchen strategischen Entschluss abgewertet wird, diese demotivierten Menschen mit ihrer Nischenkompetenz dann auf dem Markt keine adäquate alternative Verwendung finden, in weiterer Folge ihr ‚Marktwert‘ sinkt und sie letztlich in ihrem Unternehmen die Aufgabe erhalten, die Probleme zu lösen, die durch die beauftragten externen Dienstleister zurück ins Unternehmen getragen werden.

Meine Leistung besteht darin, den Klienten zuerst psychisch zu stabilisieren, um ihn dann empfänglich zu machen für die Klärung seines Wertesystems. Bei allem, was einen Menschen zutiefst durch Handlungen, Entscheidungen oder Worte verstören und verletzen kann, sind die eigenen Werte das Fundament, auf dem das Leben weitergeht. Damit es gelingend weitergeht, muss der Mensch aber seine Werte kennen. Das ist jedoch leider zu selten der Fall und ich denke, dass Werteklarheit der eigentliche Schutzfaktor ist, um gut durch nie im Leben auszuschließende starke Belastungssituationen zu kommen.

Und ich arbeite an einer Dienstleistung zur individuellen Krisenprävention, die die Prozessschritte: internetgestützte Selbstreflexion, Krisenszenario-Workbook und die Entwicklung von Handlungsblaupausen miteinander intelligent vernetzt. Dieses Angebot soll im Sommer verfügbar sein.“

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Siegel dtsch Einzelmitglied

Professor Dr. Alexander Batthyany und Kollegium haben akkreditiert:
Augsburger Privatpraxis für Logotherapie – Existenzanalyse – Schematherapie

Dr. Ralph Schlieper-Damrich, Logotherapeut VFI
www.logotherapie-augsburg.de

 

Persönliches zur KrisenPraxis

Heute möchte ich einmal die Idee zur KrisenPraxis genauer vorstellen. Sie hat verschiedene Wurzeln, private und berufliche, praktische und theoretische.
Um es vorwegzunehmen: Sätze wie „Krisen gehören zum Leben“, „man muss nur einmal mehr aufstehen als hinfallen“, „das war Schicksal“, „jede Krise ist auch eine Chance“ und viele andere, die ein Bild entstehen lassen, als wäre eine existenzielle Krise eine zur Reifung eines Menschen erforderliche Lebensphase, empfinde ich dem Menschen von heute gegenüber als völlig unangemessen, ja sogar entwürdigend. Fraglos spielen psychische Dispositionen die Hauptrolle dafür, dass ein Mensch eine Situation als nicht mehr zu bewältigende Krise interpretiert. Dass eine Krise aber erst den Anlass dafür bieten soll, zur Erkenntnis darüber zu gelangen, was da in einem selbst die Unerträglichkeit einer eingetretenen Lage verursacht, was da in einem selbst meinen lässt, nicht mehr Herr im eigenen Haus zu sein, was da in einem selbst die innere Stimme erhebt und behauptet ‚am Boden zerstört zu sein‘ und letztlich auch, was da in einem selbst dazu aufruft, ‚es doch noch einmal zu versuchen‘, sich nicht aufzugeben, halte ich nicht mehr für zeitgemäß und dem Menschen mit seinen in unserer gegebenen Zivilisationsgüte verfügbaren Möglichkeiten nicht für angemessen.

Ich kann verstehen, wenn Menschen meine These „Krise muss nicht sein“ vielleicht für recht überheblich halten oder im Sinne eines ‚der hat leicht reden‘ bewerten. Als ich selbst durch meine Lebensfeuer [Trennung von beiden Brüdern im Kindesalter – Verbrennung der Beine in der Jugend – Sterbebegleitung beim Vater – Prozess der Entfremdung von der Mutter – Trennungsprozess nach einer mehrmonatigen Liebesbeziehung – beruflicher Showdown als angestellter Manager nach Investorenrückzug aus einem Großprojekt – Liquiditätsfalle nach Wegfall eines Stammkunden in Folge einer Fusion] ging, hätte mich wohl eine solche Aussage auch so ähnlich denken lassen und zu froh war ich, wenn sich durch Impulse vertrauensvoller Menschen Wege zur ‚Brandlöschung‘ abzeichneten und sich die eigene Lage wieder stabilisierte. Dennoch kam ich mir im Kern ziemlich dumm vor, dass das jeweilige Geschehen überhaupt hatte entstehen können und/oder dass es mich in einen Zustand versetzte, Verhaltensweisen zu zeigen, die mir irgendwann selbst so auf die Nerven gingen, dass ich mich fragte: Ralph, wer bist du eigentlich, so dass du dir das selbst so antust? Wenn ich heute zurückblicke, dann ist dieses Gefühl, sich einst selbst eingestanden haben zu müssen, etwas Fundamentales nicht zur rechten Zeit geklärt zu haben, viel deutlicher im Gedächtnis aufbewahrt als die Auslöser und die Prozesse der Krisengeschehnisse selbst.

Ich habe mir selbst nachgeforscht [Heraklit]

Das letzte der oben genannten Ereignisse liegt nun mehr als 10 Jahre zurück. Seither habe ich – anfangs in eigener Sache, in der Folge dann in der Zusammenarbeit mit meinen Klienten und Patienten im Coaching und in der Logotherapie – an den Voraussetzungen dafür gearbeitet, dass ‚Krise nicht sein muss‘. Um dies richtig einzuordnen: Situationen, die in ihrer Wucht alles von einem Menschen fordern können, wird es immer geben. Meine Überlegungen gehen also nicht in Richtung ‚Sorglos-Lebenspaket‘, sondern in Richtung ’sinnzentriertes, wertebasiertes Lebenskonzept‘, das seine Kraft auch und gerade dann nicht verliert, wenn eine Situation eintritt, bei der jeder andere Mensch akzeptieren würde, dass dem Betroffenen die Kräfte schwinden. Ich glaube daran, dass die Entwicklung eines solchen Konzepts jedem Menschen gelingen kann – ganz und gar nicht ohne Arbeit, schon gar nicht durch Delegation an andere. Für mich steht jeder Mensch in der Verantwortung, im Einsatz seines freien Willens, das Bild seines gelingenden Lebens zu zeichnen, das auch dann nicht aus dem Rahmen fällt, wenn es stürmt.

Was ist dazu erforderlich? Nach zehn Jahren Arbeit mit Menschen in Krisen und mit Menschen, deren Interesse an Prävention gegeben war, will ich es in eine kurze Formel bringen: Menschenkunde + Krisenwissen + Selbsterkenntnis !

Diese drei Pfeiler hat jeder Mensch mal mehr, mal weniger je nach seiner Lebenserfahrung bereits aufgestellt und mit seinen Möglichkeiten entwickelt. Weitere Bausteine, insbesondere zum Krisenwissen, soll die KrisenPraxis über die Zeit hinweg anbieten. Ob all die Arbeit an den drei Pfeilern lohnte, wird ein Mensch wohl erst dann wissen, wenn eine Situation geschmeidiger, friedlicher, unaufgeregter … [Sie sind eingeladen, Ihren Begriff des ‚unerwarteten Zustands‘ zu formulieren] als erwartet überstanden wurde. Ob ein solcher Aufwand gerechtfertigt ist? Entscheiden SIe selbst, wenn Sie daran denken, was Sie in Ihrem Leben nicht vollends ausschließen können – was Sie jedoch gerne ausgeschlossen wüssten, würde es Ihnen geschehen.

FÜR IHR RECHT AUF EIN GELINGENDES LEBEN: KRISENPRAXIS
Seit Januar 2014 leisten wir mit unseren Impulsen und Anregungen einen Beitrag zur Entwicklung und zum Ausbau individueller Krisenkompetenz. Dabei stützen wir uns immer wieder auf die Sinntheorie des Wiener Psychologen und Menschenfreunds Professor Viktor E. Frankl. Die KrisenPraxis wird unseren Leserinnen und Lesern kostenfrei zur Verfügung gestellt.