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Jüngst wurde ich gefragt, wann die Krisenpräventionsarbeit für einen Menschen
abgeschlossen ist. Ich antworte gern mit Goethe:
„So eine Arbeit wird eigentlich nie fertig, man muss sie für fertig erklären,
wenn man nach Zeit und Umständen das Mögliche getan hat.“

Wir haben das uns Mögliche getan und begrüßen Sie nun nach zweijähriger Planungs-, Konzeptions-, Pilotierungs- und Programmierungszeit bei

Life2Me®

Unser Angebot für Ihre individuelle Krisenprävention.

„Das können Sie doch nicht machen, ….

Sie machen Leuten damit doch Angst“, meinte einst eine Psychologin auf meine Vorstellung des ersten groben Konzepts zur individuellen Krisenprävention. Nun hat dieses Konzept immer mehr Form angenommen und kann bald angeschaut und genutzt werden. Life2Me® geht in wenigen Tagen an den Start.

Ich folge dabei gerne Arthur Schopenhauer.
„Jede neue Idee durchläuft drei Entwicklungsstufen: In der ersten wird sie belacht, in der zweiten wird sie bekämpft, in der dritten ist sie selbstverständlich.“

Willkommen bei Life2Me®

Wenn Menschen in Krisen geraten und eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen, dann führt dies irgendwann an einen Punkt, in dem zu handeln und sich zu entscheiden ganz allein zu erfolgen hat. Wir haben uns also die Frage gestellt, ob es einen dritten Weg gibt – neben der Selbstaufgabe, Resignation und Verzweiflung auf der einen Seite und einer meist zeit- und kostenintensiven Beratung auf der anderen.

Mit Life2Me® verbinden wir die Vorstellung, dass Ihnen Ihr Leben, das auf Sie jederzeit zukommt, auch dann nicht aus Ihren Händen zu gleiten braucht, wenn die Lage kritisch wird. Wir wollen, dass Sie in Freiheit und Verantwortung für Ihr gelingendes Leben so viel über sich selbst erfahren, dass Sie den Krisen des Lebens den Wind aus den Segeln nehmen. Für uns ist dieses Vorgehen nichts anderes als individuelle Krisenprävention.

Der Philosoph Immanuel Kant bot als Weg aus der Unmündigkeit an, den eigenen Verstand einzusetzen. Einen gesunden Menschenverstand einsetzen zu können, ist in Krisen von entscheidender Bedeutung. Was aber geschieht in aller Regel? Der Mensch verfängt sich in seiner Hilflosigkeit, er sucht nach Orientierung, er weiß nicht mehr, wofür er steht. Was dann mühselig beginnt, ist ein anstrengender Lernprozess, der im besten Fall wieder zu neuer Handlungsfähigkeit führt. Ein enormer Aufwand, den der Mensch unter seiner psychischen Belastung zu erbringen hat, und nicht selten unter dieser Last zusammenbricht.

Wir meinen, dass die Selbstbefreiung von diesen Hindernissen durch präventives Lernen möglich ist. Dass die Erkundung der eigenen Persönlichkeitsmerkmale Freude bereitet und das Wissen darüber, was mit einem selbst wohl vor sich geht, würde ein existenziell belastendes Ereignis eintreten, ungewöhnliche Erleichterung bietet.

Aufklärungs-Lernen – das war die Formel von Immanuel Kant. Und sie es auch heute. Wir verstehen jeden Menschen als ein Wesen, das ein Recht hat auf ein gelingendes Leben. Mit Life2Me® wollen wir darum Menschen unterstützen, den negativen Einfluss von Krisen zu mindern.

Life2Me® bündelt Erfahrungswissen und bietet Ihnen mit einem schrittweisen Vorgehen an, sich immer besser kennenzulernen für eine Zeit, von der jeder Mensch für sich persönlich zwar hofft, dass sie nicht eintrifft, von der er aber auch weiß, dass er gerade dies nicht vollends ausschließen kann.

Life2Me® – im Februar geht es los.
Wir beginnen mit dem Angebot für die Prävention der Lebensphase 52-58 Jahre.

Life2Me® – Pilotphase hat begonnen

Life2Me® ist das erste integrative, individuelle und flexible Angebot zur Prävention destruktiver Auswirkungen persönlicher Krisen.
Unser Konzept folgt dem Gedanken, dass jeder Mensch trotz schwerer und womöglich extrem belastender Lebensereignisse ein gelingendes Leben verwirklichen kann.
In Life2Me®  wird die Haltung vertreten, dass Krisen für menschliche Entwicklungsprozesse nicht zwingend sind. Vielmehr steht dem Programm ein Menschenbild vor, das den Menschen als lernendes und nach Sinn suchendes Wesen versteht.

Life2Me® ist ein mehrstufiges und zeitlich frei gestaltbares Entwicklungsangebot für Menschen, die sich auf mögliche Krisen in ihrem Leben selbstbewusst vorbereiten möchten. Es integriert Persönlichkeitsbildung, Wissen über die Wirkung von Krisen und individuelle Krisenprävention zu einem einzigartigen Paket.

Eine erste Gruppe von Teilnehmern hat nun die Pilotphase des Programmes begonnen, mit der insbesondere die umfangreichen Auswertungsinformationen auf ihre Wirkung hin überprüft werden.
Eine zweite Gruppe wird dann Ende des Jahres hinzukommen, für die dann das Programm mit Integration der Feedbacks der ersten Gruppe zur Verfügung stehen wird.
Ab Anfang 2017 beginnt dann nach und nach der Roll-Out des Programms.

Haben Sie Angst vor Krisenprävention?

in kaum einem anderen Land werden von Privatleuten so viele Versicherungen abgeschlossen wie in Deutschland. Und auch die Bereitschaft, sich medizinischen Vorsorgeuntersuchungen zu unterziehen, hat in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Mit beiden Maßnahmen geht einher, dass im Schadensfall – hoffentlich – sofort von Extern geholfen wird. Mit der aufsteigenden Angst findet sich mit einer Police oder einem Arzt eine Möglichkeit, sich beruhigen zu können und Hoffnung zu schöpfen. Dennoch wird schnell klar, dass der eigene Umgang mit der Situation entscheidend ist. Bin ich bereit, den Bedingungen zu trotzen, oder gebe ich mich nur ‚ab‘?
Individuelle Krisenprävention hilft dabei, sich frühzeitig die mentale Souveränität aufzubauen, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.

Manchmal findet man Menschen, die sich eine solche Form der Prävention auch vornehmen. Geht der Vorsatz dann aber nicht in Taten über, wird meist mit ‚wichtigeren Themen‘ und Zeitmangel argumentiert. Sprechen wir mit Psychologen über dieses bekannte Phänomen, so wird meist behauptet, die Personen hätten Angst, sich mit den potenziellen Krisenthemen und ihrem etwaigen Unvermögen, mit ihnen umzugehen, auseinander zu setzen. Sicher, eine solche Angst wird es auch geben – aber das Argument ist für uns dennoch zu kurz gegriffen. Wir glauben deshalb nicht so ganz daran, weil auch wir in Gesprächen mit Klienten und Patienten durchaus von der Bereitschaft hören, sich der Krisenprävention anzunehmen und wenn wir fragen, in welchen Lebensbereichen oder
-themen dies zweckvoll wäre, erhalten wir auch konkrete Antworten. Und bieten wir unsere Strukturhilfen, Modelle und unser Krisenwissen an, dann entstehen handfeste und reflektierte ‚Handlungsanweisungen in eigener Sache‘.

Wir glauben daher: Die meisten Menschen betreiben deshalb keine individuelle Krisenprävention, nicht weil sie Angst haben, sondern weil ihnen das methodische Werkzeug fehlt, das erforderlich ist, um sich nicht in der Welt möglicher Erschütterungen zu verlieren. Mit Life2Me wird dieses Werkzeug in Kürze verfügbar sein. Und zwar so, dass individuelle Krisenprävention am eigenen Schreibtisch vorgenommen werden kann, ohne Zeitdruck, individuell, wirtschaftlich und fokussiert.

Life2Me® – denn: ‚Krise – muss nicht sein!“

Prävention durch Frühaufklärung – der Grundstein individueller Krisenbewältigung – Ausblick auf das neue Konzept Life2Me®

Krisenpraxis - Präventionsfähigkeit Krisenanfälligkeit

Mit Life2Me® wird ab Winter 2016 das erste integrative, individuelle und flexible Frühaufklärungs-Angebot zur Prävention destruktiver Auswirkungen persönlicher Krisen
verfügbar sein. 

Für wen ist dieses Angebot gedacht?

In Therapie und Coaching begegnen wir regelmäßig drei Gruppen von Menschen, die – bildlich gesprochen – in ihrem Lebenspaddelboot sitzen und auf dem Fluss ihrer aktuellen Lebensphase entlang fahren. Links und rechts am Ufer liegen die Aufgaben bereit, die der Mensch bewältigt – er legt sein Boot an, nutzt seine Erfahrungen und sein Wissen, erledigt dies und das und fährt weiter. Im Fluss lauern Stromschnellen, manche Steine aus Problemen und Konflikten verengen die Weiterfahrt, das Boot bekommt Kratzer, aber es geht weiter.

Gelegentlich fließt der Fluss langsam daher, dann konsolidiert der Mensch, mal spaltet er sich, wird schneller, entwickelt einen Seitenarm oder es kommt ein Fluss hinzu – dann ‚wächst‘ er. Und manchmal kommt ein reißender Wasserfall, ein Umbruch auf eine neue Ebene – und dann?

Die Menschen der einen Gruppe sagen sich: „Ich glaube, dass ich auf meinem Lebensfluss rechtzeitig an Land muss, um mein Boot zu schultern und zu Fuß nach unten zu laufen. Einiges an Bordgepäck werde ich zurücklassen müssen. Aber am Ende des Wasserfalls werde ich mein Boot wieder ins Wasser lassen.”

Die der zweiten Gruppe sagen: „Urplötzlich war er da, das war wohl Schicksal. Ich bin hinabgestürzt, ich lebe noch, bin aber arg verletzt, und mein Boot liegt in Trümmern. Jetzt muss ich sehen, wie es weitergeht. Ich werde das schon schaffen.”

Die ersten brauchen Blasenpflaster, Aufbaunahrung und einen Wegeplan, die zweiten brauchen Verbände, Medikamente, neues Holz und meist jemanden, der ihnen hilft, wieder auf die Beine zu kommen. Wie es dann weitergeht, liegt in den Händen beider. Beide sind erschöpft, aber beide anders.

Die Menschen der dritten Gruppe meinen: „Ich habe es zwar kommen sehen, aber irgendwie doch nicht wahrgenommen. Selbst in Anbetracht der immer klarer werdenden Lage meinte ich, ich könnte es schaffen. Wie konnte das bloß so aus den Fugen geraten? Ich bin völlig verzweifelt.”

Life2Me® unterstützt Menschen
_ der ersten Gruppe, die für sich klären wollen, welches Bordgepäck sie zurücklassen müssen
_ der zweiten Gruppe, die wissen, wie anstrengend es war, wieder auf die Beine zu kommen
_ der dritten Gruppe erst dann, wenn nach Überwindung der Krise die Bereitschaft dazu besteht,
einen Selbstaufklärungsprozess zu beginnen.

Life2Me® kann ein Ereignis nicht verhindern helfen, dessen Eintreten sich ein Mensch niemals wünschen mag. Aber es leistet einen wirkungsvollen Beitrag dafür, auf den Umgang mit den neuen Bedingungen derart vorbereitet zu sein, dass der Mensch in seiner Verantwortung stehend und mit seinem freien Willen Entscheidungen fällt und handelt. Schon Carl Gustav Jung kannte diesen  Selbstlenkungsmechanismus und nannte ihn – statt sich dem ‚Schicksal‘ zu ergeben – ‚Machsal‘.

Dass jeder Mensch grundsätzlich über den freien Willen verfügt, sich ’so oder so‘ den Bedingungen stellen zu können [und damit auch Bedingungen, von denen er weiß, dass er ihr Eintreffen nicht vollends ausschließen kann] stellt eine der Basisaussagen im Konzept von Life2Me® dar.
Viktor Frankl hat dies in seiner Sinntheorie deutlich herausgestellt „die Freiheit allen Entscheidens, die  Wil­lensfreiheit, ist für den unvoreingenommenen Menschen eine Selbstverständlichkeit; er erlebt sich unmittelbar als frei.“ Und so hält auch die von Frankl begründete sinnzentrierte Therapie „unerschütterlich an der Freiheit des Menschen von etwas und der Freiheit zu etwas, nämlich Werte zu verwirklichen, fest.“ Die Freiheit des Menschen, die ihm unbedingt bleibt, ist die Freiheit zur Stellungnahme, die Verantwortung des Menschen, die er unbedingt hat, ist die Verantwortung gegen­über etwas oder jemanden.

 

Motivation = Sinn x Möglichkeiten. Grundlage des neuen Präventionskonzepts Life2Me®

Eine Krise tritt ein und der Mensch geht mit ihr um. Eine Vielzahl der Ereignisse haben sich in kleineren aufeinander folgenden Schritten eskalierend abgezeichnet [ich habe es an sich kommen sehen …], andere treten urplötzlich ein. Das Leben stellt dem Menschen die Aufgabe, sich neu zu ‚ver-wende-n‘, dazu muss er Kraft ‚auf-wende-n‘, um sich dem Neuen zuzu-wende-n. Stirbt mein Kind und meine Rolle als Vater kennt ihr Drehbuch nicht mehr, dann braucht es letztlich eine neue Rolle, aus der heraus ich handeln kann. Verliere ich meinen Arbeitsplatz und meine Rolle als Facharbeiter kennt ihr Drehbuch nicht mehr, dann braucht es auch hier eine neue Rolle zum handeln. Brennt mein Haus nieder und meine Rolle als Gastgeber und guter Nachbar kennt ihr Drehbuch nicht mehr, dann ebenfalls. Wir werden in der KrisenPraxis immer wieder herausarbeiten, dass die Motivation [die Bewegung] zum neuen Handeln mit den individuellen Werten im Einklang stehen muss. Und dass umkehrt jeder Mensch auf [s]ein Wertesystem zugreifen kann, um eben seine neue Rolle zum Handeln zu formen. Die Geschichte hat [nur] einen kleinen Haken: Der Mensch muss sich selbst [er]kennen und sich seine Werte bewusst machen [siehe hierzu die entsprechenden Beiträge im Verlauf der KrisenPraxis].

Die Formel des Frankl Schülers, Walter Böckmann, ist hier eine gute Orientierung. Findet der Mensch durch die Verwirklichung seiner Werte in ihm möglichen Handlungsfeldern neuen Sinn, dann entsteht letztlich die zur Überwindung einer Krise erforderliche Motivation.

Motivation = Sinn x Möglichkeiten.

Das Ende einer Krise markiert die Handlung. Sie erfolgt durch den Menschen selbstverantwortlich. Die Wendung des Lebens wirkt auf den Menschen ein, der Umgang des Menschen mit der Wendung wirkt sich auf sein Leben aus. „Ich handle nicht nur gemäß dem, was ich bin, sondern ich werde auch gemäß dem, wie ich handle.“ [Frankl] Diese Perspektive ist für jeden Menschen in anscheinend aussichtsloser Lage kräftigend: Er ist aufgerufen, etwas zu bewirken, er ist der Situation nie machtlos ausgeliefert.

In vergleichbarer Weise können wir das Thema ‚Krisenprävention‘ beleuchten.

Die Motivation zur Krisenprävention ist ein Produkt aus dem Sinn dieses Vorgehens [ergo den durch die Prävention erarbeiteten, im Krisenfall wirksamen Werteverwirklichungsaussichten] und den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

Ein Mensch, der sich aufgrund seiner Werte ‚Loyalität‘, ‚Nähe‘, ‚Achtsamkeit‘ und ‚Offenheit‘ einem Freund besonders verbunden fühlt und womöglich den unter Umständen plötzlichen Tod dieses Freundes ohne Prävention kaum zu verkraften vermag und lange braucht, um den Verlust einigermaßen zu überwinden, könnte sich zur Krisenprävention motivieren, wenn er rechtzeitig den Umgang mit Trennung und Vergänglichkeit reflektiert und eine Handlungsweise entwirft, deren Umsetzung als tragfähig empfunden und erfühlt wird. Dieser Lernprozess ist auch dann die Persönlichkeit weiterentwickelnd, wenn das Krisenereignis – hoffentlich – nie eintritt. Und natürlich: Ein solcher Lernprozess steht auch nicht über der Traurigkeit, die sich einstellt, tritt – wie in diesem Beispiel – der Tod des Freundes ein; er befähigt jedoch den betroffenen Menschen dazu, einen Umgang mit der Situation zu pflegen, die ihn vor einer Fehlentwicklung bewahrt.

Das Konzept Life2Me® [wir arbeiten daran und erwarten das konkrete Ergebnis gegen Ende 2016] strebt daher an, einen präventiven Beitrag dafür zu leisten, dass durch einen besseren Umgang mit eintretenden Krisenereignissen eine Fehlentwicklung vermieden wird, indem der Betroffene wertestabile und sinnstiftende Handlungsweisen entwirft.
Kurz: Life2Me pflegt ein Bild von Menschen, der stets ein Recht darauf hat, ein gelingendes Leben zu führen und ein Bild von Krise, die deshalb ihre Wortbedeutung verliert, weil der Umgang mit ihr durch Frühaufklärung erlernt worden ist.

Krisenpraxis - Krisenprozess                           Das Krisenmodell von Gerald Caplan und Robert Felix

 

Frühwarnung – Früherkennung – Frühaufklärung – Life2Me®

Frühwarnung:
Die frühzeitige Ortung von Risiken.

Früherkennung:
Die frühzeitige Ortung von Risiken und Chancen.

Frühaufklärung:
Die frühzeitige Ortung von Risiken und Chancen sowie Sicherstellung geeigneter Maßnahmen

Life2Me®: Das erste integrative, individuelle und flexible Frühaufklärungs-Angebot zur Prävention destruktiver Auswirkungen persönlicher Krisen. [ab Winter 2016]