Krise: Arbeitslosigkeit [Teil 1]

Werfen wir einen Blick auf ein Phänomen, das viele Menschen als Auslöser einer Krise interpretieren. Das Phänomen, zu glauben, ‚Arbeit los zu sein‘.

Arbeitslosigkeit gilt weithin als schambesetzter Zustand, in den zu kommen, persönliche Schwäche oder eine erlittene Niederlage suggeriert. Einen Arbeitsplatz verlieren zu können, ist ein Prozess, den es gibt, seit es organisiert ‚Arbeitsplätze‘ gibt. Heute jedoch legen sich über diese ‚kleinste Organisationseinheit‘ gleich ein Bündel von Erwartungen. Sicherheit, Zukunft, Wohlstand, Status, Motivation, Anerkennung, Einfluss … – welcher andere Lebensbereich wird derart ‚beschwert‘ und andere von ihm derart in Abhängigkeit gesetzt?  

Bildhaft gesprochen arbeitet der Mensch an einem von ihm gewählten Platz und legt sich bei seiner eigentlichen schöpferischen Tätigkeit einige Gewichte auf die Schultern, die selbst dann nicht leichter werden, wenn sich durch Einsatz, spezialisiertem Wissen, Aufstieg u.a. es offenkundig eine Form von Belohnung für die aufgelegten ‚Lasten‘ gibt. Entfällt dann dieser Lohn gänzlich, bleibt die Schwere erhalten, wird als schwere Leere wahrgenommen und – da schambesetzt – nicht selten unter weiterer Anstrengung derart verpackt, dass sie dem Umfeld nicht auffällt. Welche Folgen das haben kann, zeigt diese Dokumentation:
http://www.youtube.com/watch?v=HJCdKfz3euY