Logotherapie – kurz und knapp erklärt

Ein amerikanischer Arzt fragte Viktor Frankl einmal, ob er ihm in einem Satz den Unterschied zwischen Psychoanalyse und Logotherapie erklären könne. „Gewiss“, antwortete Frankl, doch zunächst solle der Arzt ihm in einem Satz sagen, was denn die Psychoanalyse sei. „Nun, in der Psychoanalyse muss sich der Patient auf die Couch legen und Dinge sagen, die manchmal unangenehm zu sagen sind“.
Worauf Frankl erwidert: „Sehen Sie, in der Logotherapie darf er sitzen bleiben – und muss sich Dinge anhören, die manchmal unangenehm zu hören sind“.

Es kann in der Tat unangenehm sein, an den unbedingten Sinn im Leben erinnert zu werden oder die Verantwortung zur Gestaltung eines gelingenden Leben als nicht delegierbar vorgehalten zu bekommen. Das ist der Beitrag der Logotherapie – für sie ist der nach Sinn strebende Mensch die Basis von allem.