Kritische Lebensereignisse

Als übliche Auslöser für Krisen gelten ‚kritische, erwartete oder unerwartete Lebensereignisse’, die als Zäsur, Einschnitte oder Übergang im Leben wahrgenommen werden und Anpassungsleistungen erfordern, die über das des Menschen bekannte Maß weit hinausreichen. Lebens- oder existenz-bedrohliche Ereignisse, Gewaltverbrechen, drohende oder eingetretene Verluste von Angehörigen, psychosoziale Bedrohungen, Bedrohungen des Selbstwertgefühls u.a. sind die wesentlichen Ursachen und treffen bei ihrem Erscheinen auf ein unzureichendes Bewältigungspotenzial. Der betroffene Mensch zeigt psychische Labilität, Beeinflussbarkeit, körperliche Reaktionen oder auch psychopathologischen Symptome wie Angst, wahnhafte Projektionen, Rückzug, Schlaflosigkeit, Aggressivität o.a.
Ein Krisenereignis stellt den Selbstwert des Betroffenen in Frage oder dessen zentralen Überzeugungen oder Ziele oder aktiviert bereits früher im Leben erlebte, nicht bewältigte Ereignisse.