Wenn es bei Kindern mit dem Lernen einfach nicht klappen will

Ein Kind kommt in der Schule nicht voran. Immer wieder kommt es zu Rügen, schwachen Leistungen, Stress in der Familie. ‚Unser Kind ist doch nicht auf Kopf gefallen, warum kommt es nicht voran. Sind es schlechte Lehrer ….?‘

Das National Center for Clinical Infant Programs hat herausgefunden, dass schulischer Erfolg nicht von der Aufnahmefähigkeit neuen Wissens abhängt. Vielmehr sind es emotionale und soziale Kriterien. Sie zu überprüfen kann also ein guter Beitrag sein, Schule nicht zum Krisenherd werden zu lassen. Was sollten Kinder entwickelt haben?:
1. Klarheit über die Verhaltenserwartungen in ihrem Umfeld, also der Lehrer und Mitschüler
[Haben Sie Ihr Kind schon mal gefragt, was es glaubt, was ein Lehrer wohl erwartet? Wenn nein, denken Sie einmal daran, dass der Lehrer bleibt, auch dann, wenn Ihr Kind scheitert. Später im Leben sieht das mit Vorgesetzten genau so aus.]
2. Selbstvertrauen
[Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Kind ausstrahlt, das eigene Verhalten, die Wirkung auf andere, die eigenen Impulse und das eigene Körperempfinden kontrollieren zu können? Wenn nein, dann suchen Sie dafür geeignete Hilfe.]
3. Neugier
[Erleben Sie, dass Ihr Kind Freude daran empfindet, sich mit dem Neuen in der Welt zu befassen, egal auf welchem Gebiet? Wenn nein, dann lohnt es sich, das danach Kind zu fragen.]
4. Intentionalität
[Hält Ihr Kind ein gutes Maß an Beharrlichkeit vor, weil es weiß, etwas zu können? Oder springt es von Thema zu Thema, ohne erkennbaren Hinweis, dass etwas es wirklich ‚in seinen Bann zieht‘?Wenn nein, dann helfen Sie ihm nicht, in dem Sie Ihre Vermutungen dazu äußern, womit Ihr Kind aus Ihrer Sicht sich befassen sollte. Suchen Sie Rat bei Fachleuten der Kinderpsychologie.
5. Selbstbeherrschung
[Hat Ihr Kind sich unter Kontrolle oder lässt es seinen Affekten freien Lauf? Kinder brauchen gesunde Grenzziehung. Wenn es Ihnen nicht [mehr] möglich ist, einzuwirken, dann holen Sie sich rechtzeitig Rat und Hilfe. Je schneller, umso besser.
6. Nähe
[Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Kind von anderen Kindern verstanden wird? Nicht sprachlich, sondern emotional? Äußert sich Ihr Kind darüber, dass es andere Kinder und ihre Sorgen, Wünsche, Ängste usw. versteht? Wenn nein, vermitteln Sie ihm emotionale Kompetenz und wenn Sie diese selbst nicht so stark entwickelt haben, dann suchen Sie sich Rat.]
7. Kommunikation
[Vertraut Ihr Kind Ihnen und anderen seine Gefühle, Ideen und Träume an? Wenn nein, was meinen Sie könnten die Beweggründe sein? Wenn Sie nicht weiterkommen in diesem Thema, dann suchen Sie sich Rat.
8. Zusammenarbeit.
[Nicht jedes Kind ist ein geborener Teamplayer. Das ist auch kein Muss in dieser Welt. Aber ein grundsätzliches Maß, sich mit anderen abzustimmen, z,B, im Lern- oder Projektprozess gilt es zu entwickeln. Prüfen Sie, ob das didaktische Konzept der Schule diese Fähigkeit fördert. Wenn nein und Sie keine Idee haben, wie sich diese Kompetenz entwickeln lässt, dann suchen Sie Rat.]