Handlungsorientierung – warum sie meist die bessere Haltung in Krisen ist

Die Handlungsorientierung einer Person zeichnet aus, dass sie:

– sich selbst dazu aufruft, etwas zu tun und zu ändern
– stellt in Frage, ob es wirklich vieler Informationen bedarf, um zu handeln
– zuerst handelt, dann fragt
– in alternativen Handlungsmöglichkeiten denkt
– sich mit sparsamer Betrachtung vergangener Ereignisse begnügt
– den Anspruchscharakter der aktuellen Situation erkennt
– die bestrebt ist, zeitnah die Belastung zu mindern
– deutliche Zeichen der selbstmotivierten Aktivität zeigt
– einen Sollzustand beschreiben kann und diesen auch verfolgen will
– sich nicht scheut, komplexe Handlungen durchzuführen
– ein eher ergebnisgetriebenes Handeln zeigt
– Rückmeldungen erhält wie: Sie sind ein Macher, Oberflächlicher, Wendehals  …
– in ihrem Sprachgebrauch vorrangig den Zeithorizont Gegenwart-Zukunft abbildet

Das – üblicherweise – Gute an der Handlungsorientierung:

– die Person neigt zu einem offenen Herangehen an schwierige Themen
– fokussiert auf das für sie Wesentliche
– strebt nach schnellen Änderungen
– motiviert sich und auch ihr Umfeld selbst dann, wenn die eigene Belastung hoch ist
– gehen angstbefreit an Veränderungen heran
– nehmen Fehler im Handlungsverlauf nicht zu ernst
– sind entscheidungsstark

Zu beachten ist, das dieses ‚an sich Gute‘ in einer Krisensituation umschlagen kann in unzweckmäßig weitere ‚Baustellen‘ und Flüchtigkeitsfehler. Dies zeigt sich so:

– die Person entscheidet zu schnell und ‚aus dem Bauch‘
– achten nicht auf die Auswirkungen ihres Tuns in ihrem Umfeld
– sehen zuerst ihr eigenes Wohl und pflegen ihr ‚Ego‘
– integrieren andere nicht in ihre Überlegungen
– hören nicht auf profunde Empfehlungen aus ihrem Umkreis
– brechen bei größeren Problemen ein und verändern zu schnell ihre Ansichten
– machen ihr Umfeld konfus und verunsichern es auf dumme Weise