Archiv für den Monat: Februar 2015

Menschenpflichten

http://www.wertepraxis.de/fileadmin/docs/wertepraxis/menschenpflichten.pdf …
z.B. Artikel 10: „Alle Menschen haben die Pflicht, ihre Fähigkeiten durch Fleiß und
Anstrengung zu entwickeln.“

Es gibt also eine Pflicht des Menschen, seine Krisenbewältigungsfähigkeiten zu entwickeln.
Ab Winter 2016/2017 wird dies erleichtert werden. Mit unserem Konzept Life2Me®.

Wenn das Schicksal die Übermacht hat und uns die Möglichkeit zur Fortsetzung unserer Tätigkeit abschneidet, so darf man nicht sofort den Rücken wenden und wehrlos fliehend einen Schlupfwinkel suchen, als gäbe es irgendeinen Ort, wohin uns das Schicksal nicht verfolgen könnte. Sondern man ziehe seiner Wirksamkeit zunächst engere Grenzen und suche mit Auswahl etwas ausfindig zu machen, wodurch man sich nützlich erweisen kann.

Seneca – Von der Seelenruhe

Menschliche Bedürfnisse – 3

Erstellen Sie sich doch einmal Ihre aktuelle Bedürfnisbefriedigungsübersicht und ergänzen Sie Ihre Überlegungen um diese Aspekte:

KP - Bild Bedürfnis 1

Was trägt bei / nicht bei zu meiner jeweiligen Einschätzung?

KP - Bild Bedürfnis 2

Worin besteht das größte Hindernis für die Verbesserung der jeweiligen Einschätzung?
Wofür wäre es gut, eine Verbesserung herbeizuführen?
Wie kann ich vorgehen, um einen besseren Zustand zu erreichen?

Bedürfnisklarheit = Eine wirksame Grundlage zur Krisenprävention.

Menschliche Bedürfnisse – 2

Richard G. Erskine fokussiert in seinem Ansatz auf Beziehungsbedürfnisse, die im Sozialkontakt mit anderen Menschen befriedigt werden.

Beziehungsbedürfnis nach Sicherheit:
Ich bin körperlich und emotional in der Beziehung sicher aufgehoben.
Ich bin gleichzeitig verletzlich und in Verbindung mit dem anderen.
Ich kann sein wer ich bin.
Ich kann mich zeigen ohne zu befürchten, die Zuneigung und den Respekt des Partners zu verlieren.
Ich weiß, woran ich bin.
Mein Partner und ich haben verlässliche Absprachen und Regeln.
Mein Partner kommuniziert wertschätzend mit mir.

Bedürfnis nach Wertschätzung
Ich werde von meinem Partner verstanden.
Ich erhalte von meinem Partner die Bestätigung, dass meine Bedürfnisse legitim sind.
Mein Partner bestätigt mir die Bedeutsamkeit meiner Gefühle, meiner Phantasien und meiner Realitätswahrnehmung.
Mein Partner ist präsent, wenn er mit mir in Kontakt ist.

Bedürfnis nach Schutz
Mein Partner nimmt mich an.
Mein Partner gibt mir Schutz, Ermutigung und Orientierung, auch wenn ich schwach bin.
Mein Partner schützt mich vor meinen eigenen übermäßigen Ansprüchen.
Mein Partner hilft mir mich zu begrenzen.
Mein Partner ist beständig, verlässlich und eine gefestigte und vertrauenswürdige Person.
Mein Partner ist eine fördernde und positiv erlebte Identifikationsfigur.

Bedürfnis nach Bestätigung persönlicher Erfahrungen
Mein Partner teilt meine Erfahrungen beziehungsweise er kann meine spezifischen Erfahrungen nachvollziehen und damit bestätigen.
Mein Partner versteht mich.
Mein Partner geht denselben Weg im Leben, er ist wie ich.
Mein Partner wertschätzt meine persönliche Erfahrung, auch wenn sie von seiner abweicht.
Mein Partner glaubt mir.
Mein Partner spiegelt meine Gefühle und Bedürfnisse.

Bedürfnis nach Selbstdefinition
Ich (er-)kenne meine persönliche Einzigartigkeit.
Ich kann in meiner Beziehung meine Einmaligkeit ausdrücken, meine ganz eigenen Bedürfnisse, meine ganz eigenen Wünsche.
Mein Partner lässt meine Sichtweisen und Meinungen zu.
Ich werde von meinem Partner in dieser Einmaligkeit wahrgenommen und akzeptiert, auch bei Meinungsverschiedenheiten.

Bedürfnis nach Einflussnahme
Ich habe Einfluss auf meinen Partner.
Ich kann Denken und Handeln meines Partners in einer gewünschten Weise beeinflussen und eine emotionale Reaktion beim anderen auslösen.
Ich kann beim Partner Veränderungen bewirken.

Bedürfnis nach Initiative
Mein Partner und ich wechseln uns ungefragt ab beim auf den anderen zukommen und beim Initiative ergreifen.
Mein Partner macht mir Angebote.

Bedürfnis nach Liebe
Ich drücke meine Liebe aus durch Fürsorge, Dankbarkeit, Wertschätzung oder indem ich für meinen Partner etwas tue.
Mein Partner nimmt meine Zuneigung und Dankbarkeit an.

Nichtbefriedigung von Beziehungsbedürfnissen => Psychische Abwehrmechanismen [siehe weitere Informationen unter diesem Stichwort in der KrisenPraxis]

Quelle: Richard G. Erskine: Beziehungsbedürfnisse, ZTA , Heft 4, 2008
R. G. Erskine, J. P. Moursund, R. L. Trautmann: Beyond Empathy – A Therapy of Contact-in-Relationship. Brunner & Mazel, New York, 1990

Menschliche Bedürfnisse – 1

Manfred Max-Neef, chilenischer Ökonom mit deutscher Herkunft, versteht die Befriedigung der je individuellen Bedürfnisstruktur als grundlegend für jede menschliche Entwicklung. Bedürfnisbefriedigung = Lebensqualität = Entwicklungsvoraussetzung. Für ihn knüpft jeder Mensch ein Bündel aus diesen Bedürfnissen:

Bedürfnis nach: körperlich und geistig gesund sein; mit sich im Gleichgewicht sein; Nahrung, ein Dach über dem Kopf und Arbeit haben; sich fortpflanzen; ein passendes Lebensumfeld haben
Bedürfnis nach: Fürsorge, Geborgenheit und Solidarität erfahren; selbstständig sein; soziale Sicherheit haben; Abgesichert sein (Ersparnisse, Versicherungen, Krankenversicherung) und Vorsorge treffen; Rechte haben; mit anderen kooperieren; helfen
Bedürfnis nach: Selbstachtung, Solidarität, Respekt, Toleranz; Partnerschaft, Familie, Freundschaft; sich lieben; sich kümmern, in Gemeinschaft sein; sich wertschätzen; Gefühle ausdrücken dürfen
Bedürfnis nach: Neugier, Vernunft, Aufnahmebereitschaft; zu forschen, experimentieren, analysieren; zu lernen, andere auszubilden;
Bedürfnis nach: sich anpassen; Solidarität zu erleben und zu leben; sich engagieren; Leidenschaft haben; Verantwortung und Pflichten übernehmen; etwas leisten; mit anderen kooperieren; etwas zustimmen; Meinungen austauschen, sich mitteilen; mitbestimmen; einer Gemeinschaft angehören (Partei, Kirche, Gemeinde, Nachbarschaft, Familie)
Bedürfnis nach: Ruhe und Beschaulichkeit, Sorglosigkeit; sich Phantasien hingeben; Spielen, Spaß haben und Feiern; in den Tag hineinträumen; sich an Vergangenes erinnern; die Freizeit genießen
Bedürfnis nach: etwas schaffen oder erfinden; sich beschäftigen; Fähigkeiten und Fertigkeiten einsetzen; produktiv sein; Rückmeldungn erfahren; frei über die eigene Zeit verfügen
Bedürfnis nach: sich abgrenzen, sich selbst achten und behaupten; in Bezugsgruppen den eigenen Platz definieren; sich selbst kennen bzw. kennenlernen; sich selbst verwirklichen; sich weiterentwickeln
Bedürfnis nach: Freiraum, Autonomie und Mut; Gleichberechtigung; Risiko; Unterschieden

 

Denken und Krise

Verliert der Mensch in einer Krise ’seinen Kopf‘, kann er kleinen ‚klaren Gedanken mehr fassen‘, ‚kreist sein Denken‘ nur das Thema Krise, dann können konstatieren, dass die sogenannte Denkpräferenz des Menschen nicht optimal dafür ist, mit einer anderen gedanklichen Struktur der Lage zu begegnen. Denn: würde der Betroffene ein für die Situation passenderes Denken vollziehen, dann hätte er gar keine Krise, sondern ein – möglicherweise durchaus  kompliziertes, komplexes – Problem.

Die Denkpräferenz eines Menschen ist durch angeborene Eigenschaften und die individuelle Sozialisation geprägt. Mit ihr werden Probleme des Alltags angegangen, meist sucht der Mensch sich Lern- und Tätigkeitsfelder, für die diese Denkpräferenz günstig ist. Je achtsamer, reflexiver und entwicklungsorientierter der Mensch ist, um so eher ist er in der Lage, die Denkweisen anderer Menschen wahrzunehmen und sich in diese hinein zu versetzen. Zudem ist heute bekannt, dass unter Stress ein Mensch sein Denken in ‚eine bestimmte Richtung lenkt‘ – zumeist fokussiert er auf diese Richtung, weil er damit in der Vergangenheit gute Lösungserfahrungen gemacht hat oder weil er in seinem Denken auf verinnerlichten Glaubenssätzen aufbaut, die ihm unbewusst vermitteln, nur in dieser und keiner anderen Weise sei gedanklich mit der Situation umzugehen.

Für die Krisenprävention ist das Wissen um die persönliche Denkpräferenz bedeutend, denn es lässt zu, bei der Betrachtung möglicher Krisenszenarien zu reflektieren, in welcher man wohl denkend mit einer solchen Situation umgehen würde und wer wohl mit einer dafür passenderen Denkweise als Unterstützung im Umgang mit einer solchen Situation angesprochen werden könnte.

Die Denkpräferenz misst das Herrmann Brain Dominanz Instrument. Es ist für dieses Thema das weltweit führende Analyseinstrument und führt als Ergebnis zu einer Aussage darüber, in welcher Stärke und Kombination eine Person die vier Denkweisen ‚analytisch‘, ’strukturell‘, ‚beziehungs-orientiert‘ und ‚intuitiv‘ ausgeformt hat.

Die Ergebnisse einer HBDI-Auswertung sind wertfrei und unterliegen keinem kulturellen Einfluss. Im Sinne einer Selbstanalyse verhilft es einer Person zu einem klareren Blick auf eines seiner zentralen Persönlichkeitsmerkmale.

Verliert der Mensch in einer Krise ’seinen Kopf‘, kann er kleinen ‚klaren Gedanken mehr fassen‘, ‚kreist sein Denken‘ nur das Thema Krise, dann können konstatieren, dass die sogenannte Denkpräferenz des Menschen nicht optimal dafür ist, mit einer anderen gedanklichen Struktur der Lage zu begegnen. Denn: würde der Betroffene ein für die Situation passenderes Denken vollziehen, dann hätte er gar keine Krise, sondern ein – möglicherweise durchaus  kompliziertes, komplexes – Problem.

Die Denkpräferenz eines Menschen ist durch angeborene Eigenschaften und die individuelle Sozialisation geprägt. Mit ihr werden Probleme des Alltags angegangen, meist sucht der Mensch sich Lern- und Tätigkeitsfelder, für die diese Denkpräferenz günstig ist. Je achtsamer, reflexiver und entwicklungsorientierter der Mensch ist, um so eher ist er in der Lage, die Denkweisen anderer Menschen wahrzunehmen und sich in diese hinein zu versetzen. Zudem ist heute bekannt, dass unter Stress ein Mensch sein Denken in ‚eine bestimmte Richtung lenkt‘ – zumeist fokussiert er auf diese Richtung, weil er damit in der Vergangenheit gute Lösungserfahrungen gemacht hat oder weil er in seinem Denken auf verinnerlichten Glaubenssätzen aufbaut, die ihm unbewusst vermitteln, nur in dieser und keiner anderen Weise sei gedanklich mit der Situation umzugehen.

Für die Krisenprävention ist das Wissen um die persönliche Denkpräferenz bedeutend, denn es lässt zu, bei der Betrachtung möglicher Krisenszenarien zu reflektieren, in welcher man wohl denkend mit einer solchen Situation umgehen würde und wer wohl mit einer dafür passenderen Denkweise als Unterstützung im Umgang mit einer solchen Situation angesprochen werden könnte.

Die Denkpräferenz misst das Herrmann Brain Dominanz Instrument. Es ist für dieses Thema das weltweit führende Analyseinstrument und führt als Ergebnis zu einer Aussage darüber, in welcher Stärke und Kombination eine Person die vier Denkweisen ‚analytisch‘, ’strukturell‘, ‚beziehungsorientiert‘ und ‚intuitiv‘ ausgeformt hat.

Bild HDI 3
Die Ergebnisse einer HBDI-Auswertung sind wertfrei und unterliegen keinem kulturellen Einfluss. Im Sinne einer Selbstanalyse verhilft es einer Person zu einem klareren Blick auf eines seiner zentralen Persönlichkeitsmerkmale.