Krisenthermometer

Das ‚Krisenthermometer‘ dient als einfaches, visuelles Kontrollinstrument bei der Überwindung kontraproduktiver Verhaltensweisen, die zum Beispiel auf Angst, Wut, Trauer oder Scham gründen.

Das Prinzip ist einfach. Der Klient nutzt sinnbildlich die Abbildung eines Thermometers und skaliert dabei von 1 bis 10. Nun trägt er die am Tag erlebten Situationen ein, beschreibt sie mit einigen Anmerkungen und skaliert dann, wie stark die entsprechende Angst, Wut o.a. dabei gegeben war. Der Klient lernt so sein Verhalten differenzierter zu betrachten, erkennt zum Beispiel, dass niemals der ganze Tag voller Angst oder Trauer o.a. war und kann so für ihn positive Zusammenhänge leichter erkennen und bearbeitbar machen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen in der Biografiearbeit oder auch darin, dass sich ein Klient das Ziel setzt, sich während eines Zeitraumes X in lebenserfreuenden Situationen einzubringen, in denen es ihm möglich ist, sich von seinem bekannten kontraproduktiven Verhalten zu distanzieren.

Das Instrument wurde originär vorgestellt in:
Shelley, N.: The Crisis Thermometer:
Behaviour Science Institute.
Seattle, 1975