Posttraumatische Belastungsstörung

Eine Posttraumatische Belastungsstörung [PTBS] entsteht als eine verzögerte oder verlängerte Reaktion auf ein massiv belastendes kurzes oder langes Ereignis mit außergewöhnlichem Bedrohungspotenzial oder katastrophenartigem Ausmaß. Sie ist meist verbunden mit tiefer Verzweiflung. Psychische und psychosomatische Symptome treten als Traumafolgen auf und nehmen dabei Einfluss auf das Ausmaß und den Grad der Manifestation der Störung. Durch eine frühzeitige psychotherapeutische Intervention kann der Entwicklung einer PTBS entgegengewirkt werden,

Symptome:
– ständiges Wiedererleben des traumatischen Ereignisses
– wiederholte, sich aufdrängende Erinnerungen an das Ereignis
– wiederkehrende belastende Träume
– plötzliche Handlungen oder Gegühle, als ob das Ereignis wiedergekehrt wäre
– intensives Leiden nach Konfrontation mit Reizen, die einem Aspekt des traumatischen Ereignisses ähnlich sind
– anhaltendes Vermeiden von Reizen, die mit dem traumatischen Ereignis in Verbindung stehen, wie z.B. Vermeidung von Gedanken, Gefühlen, Gesprächen, Aktivitäten, Orten oder Kontakten
– Ein- und Durchschlafstörungen
– Reizbarkeit oder Verlust der Impulskontrolle
– Konzentrationsschwierigkeiten
– extrem erhöhte Aufmerksamkeit
– übertriebene Schreckhaftigkeit

Verlauf
– Symptome tauchen mit deutlicher Verzögerung zum Ereignis auf (ab 4 Wochen bis mehrere Jahre!)
– Symptome müssen mindestens einen Monat lang auftreten und deutliche Auswirkungen im sozialen, familiären und beruflichen Kontext haben, um von einer PTBS sprechen zu können
– das Anhalten der Symptome über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten sind Anzeichen einer
akuten PTBS, danach gilt die PTBS als chronifiziert.