Kinder und ihr Umgang mit dem Tod [bis Lebensalter 4 Jahre]

Für Kinder unter vier Jahren stellt der Tod noch nichts Bedeutungsvolles dar, insbesondere ist die Endgültigkeit, die der Tod markiert, für das Kind noch nicht erfassbar. Wichtig ist daher, dass Bezugspersonen, die zum Beispiel in der Trauer um einen Menschen stehen, nicht vergessen, dass das Kind

  • mindestens eine vertraute Bezugsperson braucht, die ihrerseits sich ihm emotional zuwendet, es ermutigt und die von ihm gezeigten Gefühle zulässt
  • klare Strukturen und Abläufe wie Essenszeiten, gemeinsames Spielen, Gutenachtgeschichte benötigt
  • einen Lernprozess beschreitet, indem es einen Verlust zu überwinden lernt, selbst wenn er mit großer Trauer und tiefem Schmerz verbunden ist
  • in altersgerechten Erzählmodus über Trennung, Sterben, Abschied, Tod mehr erfahren soll, zum Beispiel durch den Einsatz von Märchen oder Parabeln
  • nach und nach den Tod anhand der Prozesse in der Natur, zum Beispiel bei Pflanzen oder einem Tier zu verstehen lernt
  • lernen soll, dem Tod mit aktiver Handlung entgegenzutreten, zum Beispiel, indem man es ermuntert, einen Grabschmuck zu fertigen
  • nicht von Erinnerungen abgekoppelt werden soll, sondern vielleicht angeregt wird, eine Sammlung kleiner Erinnerungen an das, die oder den Verstorbene[n] zusammenzutragen…