Kinder und ihr Umgang mit dem Tod [bis Lebensalter 6 Jahre]

Kindern im Alter von 5 und 6 Jahren ist noch nicht bewusst, dass jedes Lebewesen eines Tages sterben wird. Jedoch sind sie in ihrer Entwicklung so weit gereift, dass ihnen im Falle des Todes zum Beispiel eines Familienmitglieds, eines Freundes oder auch eine Tieres die Situation auch als ‚Tod‘ konkret benannt werden kann.

  • Kinder nehmen in diesem Alter alles, was ihnen gesagt wird, wortwörtlich. Versuchen Erwachsene, einen Todesfall mit anderen Begriffen zu umschreiben, riskieren sie deutliche Irritationen und Vertrauenseinbußen, die meist dann entstehen, wenn das Kind von anderer Stelle mit der ‚Wahrheit‘ konfrontiert wird
  • Vermeiden Sie starke Emotionalisierung und Nervosität in Ihren Gesprächen mit Kindern in diesem Alter – je mehr Sie die Lage aufgeregt darstellen, umso intensiver wird sich das Kind für die Situation und die Wirkung auf Sie interessieren
  • Erlauben und ermuntern Sie das Kind, Fragen zu stellen, wenn es welche hat. Erlauben Sie sich selbst, dem Kind zu sagen, dass es Ihnen womöglich nicht möglich ist, alle Fragen zu beantworten
  • Weichen Sie in keinem Fall aus, wollen Sie nicht Gefahr laufen, dass das Kind ein Geheimnis vermutet – erinnern Sie sich, wie Sie selbst als Kind mit ‚geheimen Sachen der Erwachsenen‘ umgegangen sind. Erhält ein Kind in diesem Alter keine Antwort, dann findet es sie woanders
  • Klarheit und Stütze helfen vermeiden, dass ein Kind seine offenen Fragen mit Fantasien oder Ängsten ‚ausgleicht oder sein Bedürfnis nach Sicherheit und Verlass als bedroht empfindet …