Autotelische Persönlichkeiten

Sind Sie heute im Flow? Dann passt der Grad der Herausforderungen, vor die Sie gestellt sind mit dem Grad Ihrer psychischen und physischen Leistungsfähigkeit überein. Flow-Fähigkeit ist nicht jedem Menschen gegeben, glaubt man dem Begriffserfinder Mihaly Csikszentmihalyi. Wer es jedoch schafft, nach Belastung wieder zügig in den Flow zurückzukehren, gilt im Sinne des kroatischen Glücksforschers als autotelische Persönlichkeit. Diese Menschen können

  • schwierige Situationen in zu bewältigende Herausforderungen umwandeln
  • eigene Möglichkeiten erkennen und sich erreichbare Ziele setzen
  • Handlungsalternativen realisieren
  • die eigenen Kompetenzen stetig verbessern und
  • die Konzentration auf einen beschränkten Umweltabschnitt lenken und ihre Selbstaufmerksamkeit reduzieren

Autotelisten verfügen über ein starkes Vertrauen in sich selbst, sie lassen sich nicht von äußeren Faktoren über Gebühr beirren und verwandeln Kritisches in Ansporn und Risikohaftes in Mut.

Der US-Wissenschafter und Flow-Experte Kevin Rathunde sieht die Entwicklung einer autotelischen Persönlichkeit eng verbunden mit dem von Kindern beobachteten Verhalten ihrer Eltern. Lernen Kinder, dass ihre Eltern in der Lage sind, in kritischen Situationen das Gefühl der Kontrolle wiederzuerlangen, so hat dies einen positiven Effekt auf die Flow-Entwicklung des Kindes.