So schließt sich der Kreis

Ein amerikanischer Ingenieur eines Automobilzulieferers steht in einem kleinen mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtet, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegt. Es hat einige riesige Thunfische geladen. Der Ingenieur gratuliert dem Mexikaner zu seinem prächtigen Fang und fragt ihn, wie lange er für seine Fang gebraucht hat.

Der Mexikaner antwortet: „Ein paar Stunden nur. Nicht lange.“ Daraufhin fragt der Ingenieur, warum er denn nicht länger auf See geblieben ist, um noch mehr zu fangen. Der Mexikaner sagt, die Fische reichen ihm, um seine Familie die nächsten Tage lang zu versorgen.

„Aber was tun sie denn den Rest des Tages?“
„Mein Tag schaut so aus. Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen; spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe ins Dorf
spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden.“

Der Ingenieur: „Ich bin ein Absolvent einer bedeutenden Hochschule, achte auf Effizienz und habe eine Null-Fehler-Toleranz. Ich könnte ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten sie mehrere Boote mit ausgereifter Motorik und Sicherheitstechnik kaufen. So wären Sie auch für eine stürmische See gerüstet. Das machen Sie, bis Sie eine ganze Flotte haben. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten Sie direkt an die Fischfabrik verkaufen, die ich unweit gesehen habe. Schließlich könnten Sie eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen und Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren.Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und vielleicht sogar New York City umziehen, von wo aus Sie dann ihr florierendes Unternehmen leiten.“

Der Mexikaner: „Und wie lange wird dies alles dauern?“
„So etwa 15 bis 20 Jahre.“

„Und was dann?“
„Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, könnten sie mit ihrem Unternehmen an die Börse gehen; ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen.“

„Millionen. Und dann?“
„Dann könnten Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit ihren Kindern spielen, eine Siesta mit ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein genießen und mit ihren Freunden Gitarre spielen. Sie hätten dann ein ausgefülltes Leben.“

Die KrisenPraxis wünscht Ihnen ein ausgefülltes,
krisenfreies und erfreuendes 2017.

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