Die Krisen großer Musiker – heute: Frédéric Chopin

Frédéric Chopin (1810-1849) ,in Żelazowa Wola geboren, schrieb mit 20 Jahren: ‚Ich denke, dass ich abreise, um zu sterben.‘

1830 verlässt Chopin seine Heimat in Polen und reist nach Paris und 1838 nach der Heirat mit George Sand nach Mallorca. Schon 1835 litt er unter Husten, später dann unter einer Lungenentzündung und Tuberkulose. Die Zeit auf Mallorca – so findet es sich in seiner Biografie – muss permanent von seiner Krankheit geprägt worden sein. Nicht ohne Ironie schreibt er in dieser Zeit: ‚Die drei berühmtesten Ärzte der ganzen Insel haben mich untersucht; der eine beschnupperte, was ich ausspuckte, der zweite klopfte dort, von wo ich spuckte, der dritte befühlte und horchte, wie ich spuckte. Der eine sagte, ich sei krepiert, der zweite meinte – dass ich krepiere, der dritte – dass ich krepieren werde.‘

1839 geht es für Chopin zurück nach Paris, seine Lunge ist chronisch entzündet, er nimmt Opiumtropfen zur Schmerzlinderung. Ab 1843 ist er oft bettlägrig. 1847 wird die Ehe geschieden. 1849 stirbt Chopin durch Lungen- und Herzschwäche sowie an Morphinsucht und Abmagerung.