„Wie geht’s?“ – I

„Wie geht’s?“ „Danke, alles gut, wie immer.“ Bei vielen Menschen läuft der Alltag in festen Bahnen, routiniert, zuweilen eintönig, irgendwie eben ‚wie immer‘. Wird das beschauliche Dasein aber durch die vier großen K, Konflikt, Krankheit, Krise, Katastrophe durcheinandergebracht, dann fühlt sich die erforderliche Anpassung an wie eine Lebensprüfung, von der man weiß, nicht genug für sie zuvor gelernt zu haben. Die Folge: Stress zum Abwinken. Und ist die ‚Dekompensationsgrenze‘ überschritten, auf Deutsch: das Maß ist voll, dann ist womöglich erst jetzt klar, dass der schwelende Konflikt, die Schmerzen, der Selbstzweifel, die Not nicht mehr alleine bewältigt werden können.

Vielleicht sind es auch äußere Bedingungen, die das Leben belasten, sei es die Unsicherheit der Rente, Terroranschläge, der Brexit, die rechte Gewalt oder andere gesellschaftliche Ereignisse. Manches davon kann so sehr unsicher machen, dass Menschen psychische Auffälligkeiten entwickeln. Oft können schon kleine Maßnahmen wie das berühmte tiefe Durchatmen, die kleine Entspannungsübung, der Sport, Yoga oder Meditation beitragen, die Situation besser zu handhaben. Manchmal aber reicht das nicht. Dann braucht es eine andere ‚Coping‘-Strategie, eine andere Art, mit Belastungen umzugehen … [Fortsetzung folgt]