Archiv für den Monat: April 2021

Persönliches zu Disziplin, Dummheit und Perspektiven

Das waren noch Zeiten, als der ‚discipulus‘ [lat. für Schüler, Lehrling] beim Lernen ‚diszipliniert‘ nach einer gewissen Ordnung sein Gehirn anstrengte. Damals üblich, und wer undiszipliniert auftrat, dem war ein Eintrag ins ‚Klassenbuch‘ o.ä. sicher. Gut, die Zeiten wandeln sich. Aber gleich so? Wer heute um Disziplin bittet, wird meist schräg angeschaut, es sei denn, man erwartet als Personal Trainer von seinem Schützling den letzten Willen beim Bodyshaping. Disziplin hat sich verlagert – vom Hirn zum Hintern.

Wer heute im Corona-Kontext die Erwartung äußert, dass die Leute einfach mal zu Hause bleiben, der darf sich eines Shitstorms sicher sein. Disziplin wird zum Kampfbegriff und da jeder Dödel heute trotz gegen Null gehender Primärkompetenz seinen Senf zu Allem hinzufügt, bleibt an sich nur eine Wahl: statt Disziplin dann eben Verbot. Top Down läuft das: Die Kanzlerin wünscht sich föderale Disziplin. Da ihr das Geschenk nicht bereitet wird, kommt – wahrscheinlich – eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes und damit das Verbot für manche Landesfürstenden zu Alleingängen.
Da die sich das nicht gefallen lassen, umgehen sie die Order von oben und spielen ihre Spielchen so, als würde es niemandem auffallen. Kleingeistig statt vorbildhaft.

Das Unschöne dabei ist, dass man dem ganzen Schauspiel in real time folgen kann und mittlerweile insbesondere die jungen Menschen eingedenk ihrer permanenten Onlinezeit und medialen Intelligenz schnell durchschauen, wer da wirklich authentisch handelt und wer da um seine Wirkung so sehr kämpft, dass seine Inszenierung durchsichtig wird. Und was ganz oben so läuft, geht im Tröpfelmodell dann bis in die unteren Gefilde der Gesellschaft weiter. Dem Internet sei Dank, dass jedes inszenierte zum Beispiel querdenkende Geblubber heute so schnell als Mist entlarvt wird, dass man sich kaum Sorgen machen muss, dass dessen Halbwertszeit länger besteht als ein paar Stunden. Dummheit wird also recht schnell entlarvt, und wir können uns sicher sein, dass uns unsere Spitzenleute im Kampf ums Kanzleramt noch so manche Dummheit bescheren werden. Das war früher auch so, nur wurde es nicht al dente und 24/7 präsentiert. Man darf gespannt sein, ob sich gar eine Mischung aus Dummheit und Disziplinlosigkeit zeigt – dann wird es ungemütlich und für den Kandidatenden vielleicht gar zum Ende seiner Karrierewünsche.

Wechseln wir die Szenerie und kommen in die Arbeitswelt. Wer hier um keine Primärkompetenz verfügt, dürfte es in absehbarer Zeit immer schwerer haben, ohne ein bedingungsloses Grundeinkommen über die Runden zu kommen. Da es viele Menschen gibt, die keine besonderen Begabungen haben, aus denen sich ein finanzielles Auskommen ableiten lässt und zudem die Robotik ihren Beitrag leistet, dass nervtötende und-oder körperschädigende Arbeiten zumindest in Wirtschaftsunternehmen technologisch erledigt werden, stellt sich der darauf unvorbereiteten Gesellschaft an mehreren Fronten ein echtes Problem. Was machen wir mit der Talentfreiheit, Mangelintelligenz und Zukunftsnaivität so vieler Bürger [also derer, die nach Außen für das, wofür unser Land steht, ebenso bürgen wie der Rest]?  Aber ist es wirklich so schlimm. Leider wohl ja.

Als es dem Manchester Kapitalismus an den Kragen ging und er nach und nach in die soziale Marktwirtschaft transformiert wurde, lagen 150 Jahre Hölle hinter den Menschen. Lebenserwartung bei knapp über 30, Kinderarbeit, Ausbeutung, Minderlohn – das waren nur die Spitze der ‚Errungenschaften‘ der damaligen Zeit. Der Gesellschaft heute hingegen geht es im Vergleich zu jeglichen Epochen der Vergangenheit besser denn je. Nur, dass wir dafür Relikte aus der Vergangenheit erst noch zu tilgen haben. Der Beginn der Umweltzerstörung liegt gefühlt eine Ewigkeit zurück. Das penetrante Festhalten an einer Form von Bildung, die eine riesige Anzahl von Kindern und Jugendlichen geradewegs in die Zukunftsverblödung führt, hängt offenbar allzu oft mit dem Alter der Lehrkörper zusammen – Corona setzt dieser Situation nur noch ein Sahnehäufchen oben auf. Und der deutlich wahrnehmbare, immer stärker werdende Wegfall an Ästhetik an so vielen Stellen des täglichen Lebens mit der aus ihr resultierenden Verrohrung der Gesellschaft ist nur ein weiterer der Klagepunkte.

Worauf werden wir uns einzustellen haben? Schnelle Lösungen sind mit Demokratie unvereinbar, da sind Diktaturen flotter. Und die einzige Diktatur, die in unserer Gesellschaft derzeit eine Überlebenschance hat, ist die digitale. Angenehmer wird sie dadurch zu gestalten versucht, dass sich Digidiktatur und Ichoptimierung verheiraten. Dass jedem, der den Mund aufmacht, ein seiner individuellen Fasson entsprechendes Digi-Täubchen in den Mund fliegt. Und wer gelernt hat, sein Täubchen vom billigsten Anbieter liefern zu lassen, der leistet seinen persönlichen Beitrag zu Manchester II. Dann rödeln eben die Fahrrad-Arbeiter für diejenigen, die am cleversten ihrem Egoismus frönen. Solidarität und Sorge um Gemeinwohl? Fehlanzeige. Und wie hält man dagegen?

Durch das Training der Wahrnehmung von Pflichten. Wer, wenn nicht ich, ist genau jetzt in der Pflicht, so zu handeln, dass ein gesellschaftlicher – und sei es ein noch so kleiner – Mehrwert entsteht? Zu einer solchen Pflicht kann man politisch jedermann zwingen – wie früher einmal zur Wehrpflicht. Heute versucht man es mit Freiwilligkeit. Das freiwillige soziale Jahr beispielsweise ist ein solcher Versuch. Mit ca. 55.000 Freiwilligen jeweils in den letzten Jahren. Richtig gelesen, nicht 55.000.000 – sondern 55.000, also 0,065% der Gesellschaft. Und das bei einem medizinischen und materiellen Wohlstand, bei Freiheiten und Auswahlmöglichkeiten.

Die Attraktivität der Pflicht ist abhanden gekommen. Wer sich verpflichtet, der verzichtet auch. Das ist der Preis. Und Verzichts-Preise werden immer weniger gerne gezahlt. Insbesondere die, bei denen man nicht weiß, was für einen selbst später einmal herausspringt. Wie gesagt, 0,065% im Freiwilligendienst. Hätten wir nur 5%, das Land sähe anders aus.

Das alles erstaunt, ist doch der Mensch mit Geburt ein Wesen, das nach Sinn strebt. Und Sinnverwirklichung [nicht Selbstverwirklichung] ist ohne vorherlaufende Pflicht zur Sinnfindung nicht zu haben. Man darf gespannt sein, ob das Virus etwas Positives bewirkt, wenn es um das Training der individuellen Wahrnehmung von Sinnmöglichkeiten geht. Selbstbezügliches, egozentrisches Herausposaunen von aus den Fingern gesaugten Blödheiten gehört sicher nicht dazu. Nur gut, dass die meisten Menschen wenigstens darin noch einigermaßen geübt sind, die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch das Hoffen auf die Technik, die uns Menschen das Heilsversprechen der Zukunft gibt, führt in die Irre. Die Herren Bezos, Musk oder Branson werden sicher bald ihre All-Phantasien realisieren, und ich wünsche ihnen eine gesunde Rückkehr auf den Boden der Tatsachen. Denn ihr technischer Utopismus trifft zwar sicher den Zeitgeist und als Wegweiser für das Menschenmögliche sind ihre Projekte fraglos auch wichtig. Aber Mond und Mars sind schlicht kein robuster Gesellschaftsentwurf für die Aufgaben im Hier und Jetzt. Im Gegenteil, denkt man an die enormen Ressourcen, die diese Kindheitsträume verschlingen.

Der echte Zukunftsentwurf kann – so sehe ich es – nur von der Generation kommen, die diese Zukunft noch erleben wird und hoffentlich auch will. Daraus leite ich meine eigene Pflicht ab, mit meinen Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten, dass die Jugend diese Zukunft nicht verfehlt.  Jugendliche gehen mit ihren Entwürfen in den gesellschaftlichen Konflikt, das ist wichtig und richtig. Wäre es anders, dann sollten wir uns alle die Kugel geben. Und ich vertraue der Jugend an, dass sie alles dafür tut, damit ihre Zukunft in der Gegenwart nicht untergeht. Das ist manchmal hart, holprig und laut, aber gerechtfertigt. Wo wären wir wohl sonst gelandet, denken wir an die Frauenbewegung, die Antiatomkraftbewegung, die Friedensbewegung, die Regenbogenbewegung usw. Wer heute im Alter noch seinem Pessimismus anhängt, dem ist kaum mehr zu helfen. Wir dürfen, finde ich, froh sein um unsere Jugend. Auch, wenn eine nicht gerade kleine Kohorte dabei ist, dank des Bildungssystems zu verblöden. Und auch dank dessen sich nur 10% der bis 20jährigen an der Gesellschaftsentwicklung, zum Beispiel in der FFF-Bewegung, aktiv beteiligen. Wenn sich dieser Prozentsatz nicht erhöht [denn Themen für die Jugend gibt es zuhauf], dann gute Nacht. Es müssen mehr werden, dann wir brauchen als Gesamtgesellschaft die deutliche Verbesserung der menschlichen Beziehungen untereinander und nicht ’nur‘ die besten neuen technischen Errungenschaften.

Wer ein gelingendes Leben lebt, der lebt gelingende Beziehungen. Wer diese will, kann letzten Ende niemals nur an sich und sein eigenes Wohlergehen denken. Eine solche Perspektive muss weiter reichen, und um so besser, wenn diese Perspektive bei denen nicht Halt macht, die sich für unsere nahe und ihre etwas fernere Zukunft einsetzen: die Jugendlichen. Wer also außer seinem täglichen Genörgel-Palaver partout nichts beitragen will, damit es gesellschaftlich vorangeht, dem sei geraten: Einfach mal die Klappe halten und aus dem Weg gehen.

Logos und Existenz

Die Logotherapie als sinnorientierte Beratungs- und Behandlungsform wurde von Prof. Dr. Viktor Emil Frankl entwickelt und 1946 in seinem Buch Ärztliche Seelsorge erstmals beschrieben.
Mit der von ihm ebenso seinerzeit dargelegten Existenzanalyse wurde der konkreten Arbeit in der Logotherapie eine anthropologische Theorie zugrunde gelegt. Mit diesem Menschenbild lässt sich die Logotherapie als humanistisch-existenzielle Psychotherapie verorten – für Menschen, die Hilfestellung in einer Situation existenzieller Orientierungslosigkeit benötigen. Wir wenden als Logotherapeuten das Gedankengut Frankls im Bereich der Psychologie, der Pädagogik, der Hospizarbeit, der Mediation, im Coaching und in der Führungskräfteentwicklung ein.

Im therapeutischen Kontext leistet die Logotherapie einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung psychischer Störungen, in der Behandlung von Sinnlosigkeitsgefühlen, zur Bewältigung von Verlusterfahrungen, im Umgang mit schweren oder chronischen Erkrankungen, zur Verarbeitung von Krisen und Schicksalsschlägen. Das Therapieziel besteht stets darin, den Möglichkeitsraum für neue Sinnerfahrung zu vergrößern. Dies geschieht gesprächsbasiert mit kognitiver und emotionaler Aktivierung der individuellen Lebenswerte und unter Einsatz innovativer Instrumente zur Werteanalyse und -entwicklung.

Den Menschen verstehen wir als sinnorientiertes Wesen, das vor dem Hintergrund seiner Bedingungen zur Selbstgestaltung seines Lebens fähig ist – auch, wenn eben dieses Leben als aktuell brüchig empfunden wird. Mehr zu unserem Arbeitskonzept finden Sie hier.

Roboter kennen keine Krisen

Roboter sind bereits weit mehr als willige, effiziente und genaue Arbeitsmaschinen. Langsam aber sicher werden sie auch emotionalen Partnern – weniger natürlich in der Industrie, wo eine zu humanoide ‚Ausstrahlung‘ womöglich zu mehr Problemen als Nutzen führen würde. In den Bereichen Alterspflege, Erotik oder Hausservice haben die Ingenieure insbesondere aus den USA und Asien schon die weiteren Schritte in Richtung Mensch-Maschine-Gleichung unternommen. Was ist Mensch, was Maschine? Die Ähnlichkeit zwischen beiden nennen japanische Roboterforscher ‚Unheimliches Tal‘.

In diesem Film wird vom lebendigen Schriftsteller Thomas Melle ein Roboter-Double erstellt, der in einem nachdenklichen Monolog dafür sensibilisiert, sich zu fragen, ob man als Mensch mit einer Kopie seiner selbst leben könnte, ob die Maschine an manchen Stellen bereits weiter ist als der mit ihr umgehende Mensch, ob eine humanoide Maschine womöglich krisenresilienter ist oder einen Menschen in einer Krise unterstützen kann, diese zu überwinden? Die Technik aus Elektronik, Feinmechanik, synthetischen Materialien und vielem mehr ist bereits soweit, dass Mimik, Sprache und Gestik programmiert werden können. Wie lange es noch dauern wird, bis aus dieser ’schwachen künstlichen Intelligenz‘ eine starke oder sogar Superintelligenz mit zum Beispiel eigener Empathie und Humor wird, bleibt abzuwarten. Die Auguren sehen dies aber bis in circa 80 Jahren als möglicherweise realisiert an. Unsere Kinder- oder Enkelgeneration werden dann wohl zu tun haben mit Maschinen-Vorgesetzten, Maschinen-Liebhabern, Maschinen-Freunden oder ihre eigenen Avatare werden sich verlieben in Maschinen oder sich mit ihnen zu Arbeitsprojekten zusammentun. Sie meinen, das gibt’s nur in der Phantasie? Dann schauen Sie hier. Oder auch hier.

Literaturempfehlungen:

Tun Sie, was Sie für richtig halten.
Es wird immer jemanden geben, der anders denkt.

Michelle Obama

„So wie die Einzigartigkeit dem Mosaiksteinchen ausschließlich in Bezug auf das Ganze des Mosaiks Wert verleiht, so liegt der Sinn aller persönlichen Einzigartigkeit des Menschen ausschließlich in deren Bedeutsamkeit für ein übergeordnetes Ganzes.“

Viktor E. Frankl

Welchen Sinn lasse ich in mein Leben?

Eine komische Frage, werden Sie vielleicht denken. Welchen Sinn lasse ich ins Leben?
Und doch ist diese Frage wichtig und recht typisch für uns Logotherapeuten. Es gibt offenbar mehr als nur einen Sinn und es gibt stets nur eine Person, die verantwortlich ist für seine Auswahl. Und diese Person kann auch sagen: Nein, dieser Sinn kommt mir nicht ins Haus.

Werde ich in Therapie und Coaching gefragt, wie ich selbst das mit dem Sinn halte, dann antworte ich gerne konkret so:

Für mich gibt es zwei Arten von Sinn. Den subjektiven Gehirnsinn in Form eines Verständnisses von etwas, das ich wahrnehme und mental [mens = Verstand] verarbeite. Dieser Sinn ist abhängig von meiner psychophysischen Verfassung und an vielen Stellen von meinen bisherigen Lebenserfahrungen. Und dann gibt es den objektiven Weltsinn [logos = Sinn] in Form einer Verantwortung, die ich für etwas oder jemanden übernehme, der ich nicht selbst bin. Dieser Sinn ist abhängig von meiner geistigen Verfassung in Form von Gewissen, Transzendenz und Wertfühlen.

Der Organisations­forscher Karl E. Weick hat einmal gesagt: „Sense­ making is about how to stay in touch with context.“ Dem würde ich gerne zustimmen, wenn der Kontext verstanden wird als etwas Gesolltes, von dem das Leben [also nicht irgendwer oder irgendwas] erwartet, dass die Person, die dieses Leben lebt, mit ihm in Beziehung tritt. Wird entsprechend dieses Gesollten gehandelt und entschieden, dann werden diese Handlungen und Entscheidungen als sinnvoll erlebt.

Verantwortlich für die Annahmen des ‚Gesollten‘ ist immer und einzig die eigene Person. Niemand kann diesen Weltsinn einer Person machen oder stiften. Jeder kann zwar Themen anbieten, die für einen Menschen den Gehirnsinn anregt, ihn zum Nachdenken führt oder die für ihn nachvollziehbar und verstehbar sind. Jeder Tag ist voll von solchen Themen und zuweilen heißen Menschen, die andere zu solchen Themen führen ‚Führungskräfte‘, ‚Sinnstifter‘, ‚Motivationstrainer‘, ‚Eltern‘. Mit dem im Leben aber ‚Gesollten‘ haben diese Themen zuweilen sehr wenig bis gar nichts zu tun. Bestenfalls sind diese Themen dann zweckdienlich [um mit ihnen Geld zu verdienen oder um geliebt zu werden oder um einen Status zu erhalten], sinnvoll sind sie womöglich aber nie und nimmer.

Wann sage ich ’nein‘ zum Sinn? Mein Gehirn sagt ’nein‘ zu Sinnangeboten, die die Bedeutung, die ich selbst meinem Leben zuspreche, mindern. Solange ich mir selbst bedeutungs- und wertvoll bin, weiß ich, was mir richtig und wichtig ist. Sollten Sie dies nicht [mehr] wissen, dann lohnen einige Gespräche mit einem Logotherapeuten [m,w,d].
Mein Gewissen sagt ’nein‘ zu Sinnangeboten, die die Bedeutung, die mein Leben für etwas oder jemanden haben könnte, mindern. Solange ich eine Beziehung fühle zu Aufgaben und Menschen jenseits meiner selbst, erlebe ich mein Leben als sinnvoll. Sollten Sie dies nicht [mehr] fühlen, dann lohnt ein Sinnwahrnehmungstraining, auch dies ist ein Format in der Logotherapie.