Ende mit dem Streiten

Sich in der Sache zu streiten, ohne sich menschlich fertig zu machen, das ist für viele Menschen gar nicht einmal so einfach. Noch schwieriger ist es, den negativen Affekt in einem Streit herunter zu regeln und einen Schritt in Richtung Streit-Ende zu gehen, ohne darauf zu warten, dass es der Streitpartner tut. Die Klassiker kennt doch jeder: Der eine ist über etwas verärgert, stinksauer, wird laut oder schimpft herum. Irgendein Bedürfnis ist nicht befriedigt und die Psyche schreit ‚aua‘, da ist was, das tut mir weh. Der andere fühlt sich durch das Gekeife, Gemeckere, Gemaule gekränkt, verärgert, stinksauer …. Das Fehlverhalten auf der einen Seite wird aufgrund des Fehlverhaltens auf der anderen Seite gerechtfertigt. Und umgekehrt. Wie Kräfte raubend und ermüdend. Nun ist es (zumindest) an einem, diesen Kreislauf des Negativen zu brechen. Wie? Mit einer Wandelanleihe in Liebe. Trotzdem ja zur Liebe sagen. Wer das (zumindest ein wenig) tut, der distanziert sich von seinem psychischen Negativ-Affekt und betrachtet den anderen wohl und willentlich (Wohlwollen) als Person, der weit mehr ist als ein Jemand, der als Grund für das Missempfinden herhalten soll. Bevor man sich also im Streit windet, sollte man alles daran setzen, sich zu überwinden.