Kategorie-Archiv: Life2Me®

Life2Me® – Pilotphase hat begonnen

Life2Me® ist das erste integrative, individuelle und flexible Angebot zur Prävention destruktiver Auswirkungen persönlicher Krisen.
Unser Konzept folgt dem Gedanken, dass jeder Mensch trotz schwerer und womöglich extrem belastender Lebensereignisse ein gelingendes Leben verwirklichen kann.
In Life2Me®  wird die Haltung vertreten, dass Krisen für menschliche Entwicklungsprozesse nicht zwingend sind. Vielmehr steht dem Programm ein Menschenbild vor, das den Menschen als lernendes und nach Sinn suchendes Wesen versteht.

Life2Me® ist ein mehrstufiges und zeitlich frei gestaltbares Entwicklungsangebot für Menschen, die sich auf mögliche Krisen in ihrem Leben selbstbewusst vorbereiten möchten. Es integriert Persönlichkeitsbildung, Wissen über die Wirkung von Krisen und individuelle Krisenprävention zu einem einzigartigen Paket.

Eine erste Gruppe von Teilnehmern hat nun die Pilotphase des Programmes begonnen, mit der insbesondere die umfangreichen Auswertungsinformationen auf ihre Wirkung hin überprüft werden.
Eine zweite Gruppe wird dann Ende des Jahres hinzukommen, für die dann das Programm mit Integration der Feedbacks der ersten Gruppe zur Verfügung stehen wird.
Ab Anfang 2017 beginnt dann nach und nach der Roll-Out des Programms.

Life2Me® – Bewusstheit in Krisen

Das Kartentool „Life2Me® – Bewusstheit in Krisen“ basiert auf dem von Professor Clare W. Graves entwickelten ‚Graves Value System‘. Eine detaillierte Einführung in dieses System finden Sie in diesem Aufsatz.

  • 15 Karten je Denkhaltung [Bewusstheitsebene] = 105 Karten
  • 3 Gewichtungskarten
  • Spielkartenformat
  • Stabiler Karton [Stärke: 330g]
  • Gewicht: ca. 200 gr.
  • beidseitige Lackierung für lange Haltbarkeit
  • abgerundete Ecken
  • Kunststoff-Stülpverpackung
  • Elegante und gut lesbare Schrift, Schriftfarbe anthrazit
  • Jede Karte mit farbigem ‚Bewusstheits-Index‘
  • HIER KÖNNEN SIE DIE KARTEN KAUFEN

Für das Thema Krisenprävention bietet sich die Arbeit mit unserem Tool an, wenn Sie diese Annahmen akzeptieren:

  • Wir machen einen Unterschied zwischen ‚Bewusstsein’und ‚Bewusstheit‘.
    Unter ‚Bewusstsein‘ verstehen wir die Gesamtmenge aller Sinnesempfindungen, Gedanken und Emotionen, die einem Menschen in einem bestimmten Zeitraum bewusst sind und über die er aus der Erste-Person-Perspektive berichten kann.
    Der Zeithorizont des Bewusstseins kann somit die ferne und nahe Vergangenheit sowie die Gegenwart umfassen. Eine bekannte Methode, mit der die Entwicklung des Bewusstseins [z.B. in Zusammenhang mit der Lösung von Problemen] dokumentiert wird, ist die Tagebucharbeit. Unter ‚Bewusstheit‘ verstehen wir hingegen die individuelle psychische Disposition, die das unmittelbare Wahrnehmen dessen beschreibt, was einen Menschen in eigener Achtsamkeit im Hier und Jetzt bewegt und ihm aktuell gewahr wird, seien es Körperempfindungen, Sinneswahrnehmungen, Gefühle, Fantasien, Denkweisen und Impulse. Der Zeithorizont der Bewusstheit ist somit der aktuelle Moment.
  • Tritt eine Krise ein oder will man sich szenarisch mit einer möglichen Krisensituation auseinandersetzen, dann trifft dieses Ereignis auf die aktuelle psychische Verfassung der betroffenen Person. Die Person geht also mit einer spezifischen Bewusstheit ‚ans Werk‘ und versucht, der Krisensituation mit den Mitteln dieser Bewusstheit Herr zu werden. Das zentrale ‚Mittel‘ der Bewusstheit ist das aktuelle, persönliche ‚Denkschema‘.
    Soll meinen: Eine Situation tritt ein und der Mensch denkt nach einem ihm eigenen Schema darüber nach, wie sich die Situation wohl gestalten lässt. Man kann somit ‚Bewusstheit‘ auch als Produkt aus ‚Thema‘ und ‚Denkschema‘ verstehen.
  • In problemlosen Situationen vermag ein Mensch, ‚Denkschemata‘ zu nutzen, die passend sind für die Gestaltung der jeweiligen Situation. In einer Krise ist das anders – und der Volksmund sagt dann zum Beispiel: „Ich verstehe die Welt nicht mehr“.
    In Krisen verfügt ein Mensch nicht hinreichend über das für diese Situation angemessene Denkschema. Kommen aus diesem Grund keine tragfähigen Lösungen zustande, dann führt dies zu einer weiteren Verschärfung der Situation. Haben zudem dann auch andere, vielleicht sogar sehr vertraute Personen ein ähnliches Denkschema wie die betroffene Person und bespricht sich die betroffene Person mit ihren Vertrauten, dann erschwert dies die Lage zusätzlich, da selbst diese wohlgesinnten Menschen keine besseren Impulse zu geben in der Lage sind [„keiner kann mir wirklich helfen“].
  • Rechtzeitig zu reflektieren, mit welchem Denkschema man wohl eine Krisensituation gestalten würde, ist deshalb ein wichtiger präventiver Schritt. Folgen wir zudem Albert Einstein, der einst sagte: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“, dann haben wir einen sehr brauchbaren Schlüssel in der Hand, der die Tür zu einer belastungsärmeren, geschmeidigeren, stressfreieren Gestaltung von Krisensituationen eröffnet.Ein Beispiel dazu: Weiß ich, dass ich bei Belastungen, die mir andere Menschen bereiten, vorrangig als Denkschema den Einsatz von Kontrolle, Strukturen, Absicherungen, Rechtsmittel und anderen ‚Ordnungen‘ erwäge, dann ist dieses Denkschema unbrauchbar, wenn die Belastung dadurch entstanden ist, dass die anderen Personen Veränderungen eben im Kontext ‚Ordnung‘ vorgenommen haben. Will ein Unternehmen beispielsweise einen Mitarbeiter in einen anderen Unternehmensbereich ‚versetzen‘ [eine Ordnung also verändern], dann ist es wenig erfolgversprechend, wenn der Mitarbeiter seinerseits das Denkschema ‚Ordnung‘ [z.B. durch das Beharren auf arbeitsrechtlichen Vereinbarungen] nutzt, um die entstehende, belastende Problematik zu behandeln.
  • Der Kartensatz ‚Life2Me® – Bewusstheit in Krisen‘ ermöglicht es Ihnen, im Rahmen Ihrer individuellen Krisenprävention auf Situationen zu schauen, die Sie als erhebliche psychische Belastung erleben würden, träten sie ein. Für die sieben, heute zentralen Bewusstheitsebenen, die Graves erforscht hat, haben wir jeweils 15 Aussagen formuliert, die diesen Ebenen jeweils entsprechen. Mit drei Gewichtungskarten können Sie nun entscheiden, inwieweit Sie der jeweiligen Aussage zustimmen würden, träfe ein Ereignis ein, das Sie vorab als potenzielle Krisensituation definiert haben. Aussagen, denen Sie gar nicht zustimmen, legen Sie beiseite, die restlichen zu den Karten mit den Gewichtungsfaktoren. Sind alle Karten zugeordnet, dann ermitteln Sie durch Multiplikation [Anzahl der Karten einer Farbe x Gewichtungsfaktor] die Gesamtstärke der sieben Bewusstheitsebenen im Kontext des Krisenszenarios.

Memetik – Tool zur Krisenprävention

Kartentool „Life2Me® – Bewusstheit in Krisen“ – KrisenPraxis

http://www.life2me.de/bewusstheit [Webseite mit ergänzenden Hinweisen]

Der Kartensatz ‚Life2Me® – Bewusstheit in Krisen‘ ermöglicht es Ihnen, im Rahmen Ihrer individuellen Krisenprävention auf Situationen zu schauen, die Sie als erhebliche psychische Belastung erleben würden, träten sie ein. Konzeptionell basieren die Karten auf dem von Professor Clare W. Graves entwickelten ‚Graves Value System‘.

Kartentool - KrisenPraxis

Kosten: € 45 netto zzgl. Versandkosten
Bestellung über: http://shop.perspektivenwechsel.de/

Kommt ein Burnout von ungefähr?

Die Zahl der komplett Erschöpft-Verzagten steigt – auch in unserer Therapiepraxis. Als Logotherapeut besteht meine Aufgabe darin, meine Patienten zu stabilisieren und mit ihnen einen neuen Weg ‚hin zum Sinn‘ zu entwickeln. Wenn ein Mensch seine Selbstwirksamkeit meint eingebüßt zu haben, kommen dafür oft Erklärungen wie ‚ich habe gerackert wie blöd, doch ich bin einfach nicht vorangekommen‘ oder ‚mein Chef ist auf einem komplett falschen Weg und von uns hat er erwartet, mitzuziehen – koste es, was es wolle‘.

Besteht die erste Therapeutenpflicht nun stets darin, wieder Hoffnung zu stärken, das Selbstgespür des Patienten wieder zu heben und Aufmerksamkeit zu schenken, so komme ich nach und nach auch zur Frage, wann sich erste – überhörte oder verdrängte – Anzeichen beginnender Selbstüberforderung oder -ausbeutung gezeigt haben. Letztlich mit der Absicht, eine gesundende Selbstaufklärung zu betreiben und aus ihr Handlungen für ein gelingendes Leben nach dem Burnout abzuleiten.

Weiterlesen

Menschenpflichten

http://www.wertepraxis.de/fileadmin/docs/wertepraxis/menschenpflichten.pdf …
z.B. Artikel 10: „Alle Menschen haben die Pflicht, ihre Fähigkeiten durch Fleiß und
Anstrengung zu entwickeln.“

Es gibt also eine Pflicht des Menschen, seine Krisenbewältigungsfähigkeiten zu entwickeln.
Ab Winter 2016/2017 wird dies erleichtert werden. Mit unserem Konzept Life2Me®.

Denken und Krise

Verliert der Mensch in einer Krise ’seinen Kopf‘, kann er kleinen ‚klaren Gedanken mehr fassen‘, ‚kreist sein Denken‘ nur das Thema Krise, dann können konstatieren, dass die sogenannte Denkpräferenz des Menschen nicht optimal dafür ist, mit einer anderen gedanklichen Struktur der Lage zu begegnen. Denn: würde der Betroffene ein für die Situation passenderes Denken vollziehen, dann hätte er gar keine Krise, sondern ein – möglicherweise durchaus  kompliziertes, komplexes – Problem.

Die Denkpräferenz eines Menschen ist durch angeborene Eigenschaften und die individuelle Sozialisation geprägt. Mit ihr werden Probleme des Alltags angegangen, meist sucht der Mensch sich Lern- und Tätigkeitsfelder, für die diese Denkpräferenz günstig ist. Je achtsamer, reflexiver und entwicklungsorientierter der Mensch ist, um so eher ist er in der Lage, die Denkweisen anderer Menschen wahrzunehmen und sich in diese hinein zu versetzen. Zudem ist heute bekannt, dass unter Stress ein Mensch sein Denken in ‚eine bestimmte Richtung lenkt‘ – zumeist fokussiert er auf diese Richtung, weil er damit in der Vergangenheit gute Lösungserfahrungen gemacht hat oder weil er in seinem Denken auf verinnerlichten Glaubenssätzen aufbaut, die ihm unbewusst vermitteln, nur in dieser und keiner anderen Weise sei gedanklich mit der Situation umzugehen.

Für die Krisenprävention ist das Wissen um die persönliche Denkpräferenz bedeutend, denn es lässt zu, bei der Betrachtung möglicher Krisenszenarien zu reflektieren, in welcher man wohl denkend mit einer solchen Situation umgehen würde und wer wohl mit einer dafür passenderen Denkweise als Unterstützung im Umgang mit einer solchen Situation angesprochen werden könnte.

Die Denkpräferenz misst das Herrmann Brain Dominanz Instrument. Es ist für dieses Thema das weltweit führende Analyseinstrument und führt als Ergebnis zu einer Aussage darüber, in welcher Stärke und Kombination eine Person die vier Denkweisen ‚analytisch‘, ’strukturell‘, ‚beziehungs-orientiert‘ und ‚intuitiv‘ ausgeformt hat.

Die Ergebnisse einer HBDI-Auswertung sind wertfrei und unterliegen keinem kulturellen Einfluss. Im Sinne einer Selbstanalyse verhilft es einer Person zu einem klareren Blick auf eines seiner zentralen Persönlichkeitsmerkmale.

Verliert der Mensch in einer Krise ’seinen Kopf‘, kann er kleinen ‚klaren Gedanken mehr fassen‘, ‚kreist sein Denken‘ nur das Thema Krise, dann können konstatieren, dass die sogenannte Denkpräferenz des Menschen nicht optimal dafür ist, mit einer anderen gedanklichen Struktur der Lage zu begegnen. Denn: würde der Betroffene ein für die Situation passenderes Denken vollziehen, dann hätte er gar keine Krise, sondern ein – möglicherweise durchaus  kompliziertes, komplexes – Problem.

Die Denkpräferenz eines Menschen ist durch angeborene Eigenschaften und die individuelle Sozialisation geprägt. Mit ihr werden Probleme des Alltags angegangen, meist sucht der Mensch sich Lern- und Tätigkeitsfelder, für die diese Denkpräferenz günstig ist. Je achtsamer, reflexiver und entwicklungsorientierter der Mensch ist, um so eher ist er in der Lage, die Denkweisen anderer Menschen wahrzunehmen und sich in diese hinein zu versetzen. Zudem ist heute bekannt, dass unter Stress ein Mensch sein Denken in ‚eine bestimmte Richtung lenkt‘ – zumeist fokussiert er auf diese Richtung, weil er damit in der Vergangenheit gute Lösungserfahrungen gemacht hat oder weil er in seinem Denken auf verinnerlichten Glaubenssätzen aufbaut, die ihm unbewusst vermitteln, nur in dieser und keiner anderen Weise sei gedanklich mit der Situation umzugehen.

Für die Krisenprävention ist das Wissen um die persönliche Denkpräferenz bedeutend, denn es lässt zu, bei der Betrachtung möglicher Krisenszenarien zu reflektieren, in welcher man wohl denkend mit einer solchen Situation umgehen würde und wer wohl mit einer dafür passenderen Denkweise als Unterstützung im Umgang mit einer solchen Situation angesprochen werden könnte.

Die Denkpräferenz misst das Herrmann Brain Dominanz Instrument. Es ist für dieses Thema das weltweit führende Analyseinstrument und führt als Ergebnis zu einer Aussage darüber, in welcher Stärke und Kombination eine Person die vier Denkweisen ‚analytisch‘, ’strukturell‘, ‚beziehungsorientiert‘ und ‚intuitiv‘ ausgeformt hat.

Bild HDI 3
Die Ergebnisse einer HBDI-Auswertung sind wertfrei und unterliegen keinem kulturellen Einfluss. Im Sinne einer Selbstanalyse verhilft es einer Person zu einem klareren Blick auf eines seiner zentralen Persönlichkeitsmerkmale.

Motivation = Sinn x Möglichkeiten. Grundlage des neuen Präventionskonzepts Life2Me®

Eine Krise tritt ein und der Mensch geht mit ihr um. Eine Vielzahl der Ereignisse haben sich in kleineren aufeinander folgenden Schritten eskalierend abgezeichnet [ich habe es an sich kommen sehen …], andere treten urplötzlich ein. Das Leben stellt dem Menschen die Aufgabe, sich neu zu ‚ver-wende-n‘, dazu muss er Kraft ‚auf-wende-n‘, um sich dem Neuen zuzu-wende-n. Stirbt mein Kind und meine Rolle als Vater kennt ihr Drehbuch nicht mehr, dann braucht es letztlich eine neue Rolle, aus der heraus ich handeln kann. Verliere ich meinen Arbeitsplatz und meine Rolle als Facharbeiter kennt ihr Drehbuch nicht mehr, dann braucht es auch hier eine neue Rolle zum handeln. Brennt mein Haus nieder und meine Rolle als Gastgeber und guter Nachbar kennt ihr Drehbuch nicht mehr, dann ebenfalls. Wir werden in der KrisenPraxis immer wieder herausarbeiten, dass die Motivation [die Bewegung] zum neuen Handeln mit den individuellen Werten im Einklang stehen muss. Und dass umkehrt jeder Mensch auf [s]ein Wertesystem zugreifen kann, um eben seine neue Rolle zum Handeln zu formen. Die Geschichte hat [nur] einen kleinen Haken: Der Mensch muss sich selbst [er]kennen und sich seine Werte bewusst machen [siehe hierzu die entsprechenden Beiträge im Verlauf der KrisenPraxis].

Die Formel des Frankl Schülers, Walter Böckmann, ist hier eine gute Orientierung. Findet der Mensch durch die Verwirklichung seiner Werte in ihm möglichen Handlungsfeldern neuen Sinn, dann entsteht letztlich die zur Überwindung einer Krise erforderliche Motivation.

Motivation = Sinn x Möglichkeiten.

Das Ende einer Krise markiert die Handlung. Sie erfolgt durch den Menschen selbstverantwortlich. Die Wendung des Lebens wirkt auf den Menschen ein, der Umgang des Menschen mit der Wendung wirkt sich auf sein Leben aus. „Ich handle nicht nur gemäß dem, was ich bin, sondern ich werde auch gemäß dem, wie ich handle.“ [Frankl] Diese Perspektive ist für jeden Menschen in anscheinend aussichtsloser Lage kräftigend: Er ist aufgerufen, etwas zu bewirken, er ist der Situation nie machtlos ausgeliefert.

In vergleichbarer Weise können wir das Thema ‚Krisenprävention‘ beleuchten.

Die Motivation zur Krisenprävention ist ein Produkt aus dem Sinn dieses Vorgehens [ergo den durch die Prävention erarbeiteten, im Krisenfall wirksamen Werteverwirklichungsaussichten] und den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

Ein Mensch, der sich aufgrund seiner Werte ‚Loyalität‘, ‚Nähe‘, ‚Achtsamkeit‘ und ‚Offenheit‘ einem Freund besonders verbunden fühlt und womöglich den unter Umständen plötzlichen Tod dieses Freundes ohne Prävention kaum zu verkraften vermag und lange braucht, um den Verlust einigermaßen zu überwinden, könnte sich zur Krisenprävention motivieren, wenn er rechtzeitig den Umgang mit Trennung und Vergänglichkeit reflektiert und eine Handlungsweise entwirft, deren Umsetzung als tragfähig empfunden und erfühlt wird. Dieser Lernprozess ist auch dann die Persönlichkeit weiterentwickelnd, wenn das Krisenereignis – hoffentlich – nie eintritt. Und natürlich: Ein solcher Lernprozess steht auch nicht über der Traurigkeit, die sich einstellt, tritt – wie in diesem Beispiel – der Tod des Freundes ein; er befähigt jedoch den betroffenen Menschen dazu, einen Umgang mit der Situation zu pflegen, die ihn vor einer Fehlentwicklung bewahrt.

Das Konzept Life2Me® [wir arbeiten daran und erwarten das konkrete Ergebnis gegen Ende 2016] strebt daher an, einen präventiven Beitrag dafür zu leisten, dass durch einen besseren Umgang mit eintretenden Krisenereignissen eine Fehlentwicklung vermieden wird, indem der Betroffene wertestabile und sinnstiftende Handlungsweisen entwirft.
Kurz: Life2Me pflegt ein Bild von Menschen, der stets ein Recht darauf hat, ein gelingendes Leben zu führen und ein Bild von Krise, die deshalb ihre Wortbedeutung verliert, weil der Umgang mit ihr durch Frühaufklärung erlernt worden ist.

Krisenpraxis - Krisenprozess                           Das Krisenmodell von Gerald Caplan und Robert Felix

 

Frühwarnung – Früherkennung – Frühaufklärung – Life2Me®

Frühwarnung:
Die frühzeitige Ortung von Risiken.

Früherkennung:
Die frühzeitige Ortung von Risiken und Chancen.

Frühaufklärung:
Die frühzeitige Ortung von Risiken und Chancen sowie Sicherstellung geeigneter Maßnahmen

Life2Me®: Das erste integrative, individuelle und flexible Frühaufklärungs-Angebot zur Prävention destruktiver Auswirkungen persönlicher Krisen. [ab Winter 2016]

Werteverlust – und die rechtzeitige Entwicklung einer ‚Zweitreaktion‘

Menschen, die sich nach schweren Verlustsituationen ‚im Griff behalten wollen‘, werden in ihrem Leben Strategien zur Selbstberuhigung entwickelt haben, die wir in unserer Sprache ‚Zweitreaktionen‘ nennen. Während sich in der Erstreaktion bei einer eintretenden Verlust-Krise die Emotionen Bahn schaffen, zeigt die betroffene Person dann eine Zweitreaktion, wenn sie wieder in der Lage ist, ihre geistigen Steuerungskräfte einzusetzen und sich damit nicht auf ihre Triebe, Affekte und Kognitionen reduziert.

Menschen in der Zweitreaktion zeigen – bei allem Verlustbewusstsein – Nachsicht, Toleranz, Verständnis, die Fähigkeit zur Relativierung, die Ausrichtung auf das jetzt ’noch wichtigere‘, Versöhnungsbereitschaft usw.. Der Weg von der Erst- zur Zweitreaktion ist dabei individuell unterschiedlich lang. Kommt der Mensch in eine Krise und verharrt er in seinen Erstreaktionen, wird ihm sein Umfeld mit seinen Reaktionen versuchen dabei Grenzen aufzuzeigen. Gelingt dies nicht so, so dass Zweitreaktionen bewirkt werden, verstärkt dieser Einfluss die Erstreaktionen.

Spürt der Mensch jedoch, dass der Verbleib in psychischen Reaktionsweisen, wenig Aussicht auf Verbesserung des Lebens hat und zudem, dass es da etwas geben muss, was zu einem gelingenden Leben ‚trotz Verlustes‘ beitragen kann, dann ist offenkundig der ‚Wille zum Sinn‘ [Frankl] gegeben und eine sinnzentrierte Beratung hat gute Chancen auf Wirkung.

In gleichem Maße ist es Menschen möglich, sich ihre psychischen Reaktionsweisen präventiv vorzulegen und sich im Sinne von ‚Handlungs-Blaupausen‘ bessere Handlungen zu erarbeiten, die in der Lage sind, den Übergang von Erst- zu Zweitreaktionen zu beschleunigen. Ein Angebot, dies zu tun, wird im Winter 2015 unser Programm Life2Me® sein.

Grundsätzlich ist für den Sprung in die Zweitreaktion der Einsatz des Geistigen erforderlich. Die geistige Dimension des Menschen beschreibt seine Fähigkeit, quasi von sich selbst ‚aus guten Gründne‘ abzusehen und das Augenmerk auf das zu lenken, welche Aufgabe in der gegenwärtigen [Krisen-]Situation gewissenhaft und in Liebe oder Hingabe zu jemanden oder etwas, das man nicht selbst ist, zu erledigen ist.

Für ein gelingendes Leben, auf das jeder Mensch ein Recht hat, gibt es zu diesem, sich selbst überwindenden Vorgehen, keine Alternative. Verluste können nicht anders ‚umgemünzt‘ werden in einen menschlichen Triumph als über ihre Wandlung in einen individuellen Entwicklungsschritt des Loslassens, Beruhigens, Versöhnens. Kommt es dazu in einer therapeutischen Begleitung, braucht es Zeit und Geduld, da der Betroffenen oft in einer Phase kommt, in der seine Erstreaktionen bereits einen weiteren Raum in seinem Verhaltensrepertoire eingenommen haben.

Nimmt sich ein Mensch jedoch Zeit zur Krisenprävention, besteht gute Aussicht, diese Zeit derart zu verkürzen, so dass ein ‚Leben trotz Verlust‘ zeitnaher möglich wird.

 

Krisenprävention – was ist das?

Krisenprävention heißt, in einem Prozess der Selbstaufklärung nicht vollends auszuschließende Risiken wahrzunehmen, ihre emotionalen und kognitiven Wirkungen zu hinterfragen und konkrete Handlungsweisen vorzubereiten. In einer krisenbefreiten persönlichen Lage ist dies fraglos besser möglich als unter dem Druck einer bereits eingetretenen Krise. Die Zutaten einer Krisenprävention sind:

  • Bereitschaft zum Heranlassen unangenehmer Lebenssituationen
  • Reflexion emotionaler und mentaler Erstreaktionen
  • Abgleich der Erkenntnisse mit individuellen Persönlichkeitsmerkmalen
  • Einbettung dieser Informationen in einen entwicklungspsychologischen Zusammenhang
  • Integration aller Ergebnisse in die vor der Person liegende Lebensphase
  • Erarbeiten von Handlungs-Blaupausen im Sinne eines Erkenntnistransfers für die Zukunft
  • Einsatz: Zeit und Selbstüberwindung
  • Nutzen: Lebensgelassenheit

    Sie wünschen Unterstützung?
    Vorauss. ab 2017. Life2Me®

„Es ist kompletter Unsinn anzunehmen, man könne eine Krise heraufbeschwören, indem man sich mit ihrem möglichen Eintreten befasst. Die Realität zeigt, der in Berichten über individuelle Krisen so oft geschilderte ‚Fall ins Bodenlose‘ ist mit konzeptionell und strukturell klarer Krisenprävention vermeidbar. Krisenprävention braucht kein negatives Denken über das Leben, vielmehr eine konstruktive Zuwendung zu sich selbst.“
Dr.Ralph Schlieper-Damrich – Krisenpräventionsberater