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Individuelle Krisenanfälligkeit – eine alte Messmethode

Im Jahr 1967 untersuchten die amerikanischen Psychiater Thomas Holmes und Richard Rahe die
Krankenakten von mehr als 5.000 Patienten, die sich in ärztlicher Behandlung befanden. Ihre Forschungsfrage: Verursachen belastende Ereignisse die Entwicklung von Krankheitssymptomen? .
Die Patienten wurden zu über 40 Ereignissen befragt. Dabei fanden die Wissenschaftler eine Wirkbeziehung zwischen den Lebensereignissen und individuellen Krankheiten.1970 führte Rahe eine weitere Studie durch, um die Zuverlässigkeit der Stress‐Skala als Indikator für Krankheiten zu untermauern. Dazu befragte er 2500 Matrosen zu ihren Lebensereignissen der letzten sechs Monate. Diese Daten wurden ergänzt um Daten zur Gesundheit der Personen innerhalb des folgenden Halbjahres. Wieder ergab sich ein Wirkzusammenhang. Seither galt die Hypothese, dass SItuationen, die in ihrer Summe den Grenzwert von 300 Punkten überschreiten das Risiko einer stressbedingten Erkrankung stark erhöhen.

LifeEvent-Skala - KrisenPraxis