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Ressourcen-Check

Die Urlaubszeit kommt zum Ende, der Jahresendspurt im Job beginnt. Und mit ihm stellen sich wieder allzu menschliche Fragen. Wie gelingt mir eine gute Selbststeuerung und Selbstmotivation. Welche Absichten habe ich und wie kann ich die zielgerichtet umsetzen? Welchen Stress kann ich künftig besser abwenden, was müsste ich tun, um durch zu viel Stress zu scheitern? Laufe ich Gefahr, dass unter Stress alte Glaubenssätze wieder aktiv werden und mich hindern, ein gelingendes und erfreuendes Berufsleben zu führen? Worum geht es mir bei meiner Arbeit?
Sofern Sie sich solcherlei Fragen stellen, dann fühlen Sie offenbar ein Gap zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zwischen Gelassenheit und Überforderung – und allemal ein Erfordernis, den Status Quo der individuellen psychischen Verfassung zu ermitteln.

Als Ausgangspunkt für Ihre bewusste Selbstentwicklung setzen wir in unserer Coaching- und Therapiepraxis die Osnabrücker Persönlichkeitsdiagnostik [entwickelt von Prof. Dr. Julius Kuhl] ein. Mit ihr gelingt ein genauer Blick in die bewussten und unbewussten psychischen Kraftquellen und Krafträuber. Und es zeigt Wege auf, wie das persönliche Set an Selbststeuerungsfähigkeiten verbessert werden kann. Das Verfahren leistet damit einen wichtigen Beitrag für die psychische Gesunderhaltung, nicht nur am Arbeitsplatz.

Wenn auch Sie einen Blick in Ihre psychische Verfasstheit entlang dieser wissenschaftlich fundierten Persönlichkeits- und Motivationstheorie werfen wollen, stehen wir Ihnen in unserer Praxis gerne zur Seite.

Führung nach der Pandemie

Heureka, das Büro hat uns wieder. Viele sind erleichtert, denn ‚geimpft, genesen und getestet‘ scheinen die magischen Worte zu sein, unter denen Führung wieder möglich wird. Zumindest bis eine vierte oder eine neue erste Welle oder irgendetwas anderes kommt, schaun mer mal. Allemal wissen wir nun: Ein Virus schafft es locker, Führungsgewohnheiten ad acta zu legen. Virtuelle Zusammenarbeit, ewige Abstimmungswege, Koordination in der Operative, Wegfall manch Spontanem, technische Hindernisse, Schreikrämpfe im Homeoffice, Fluten an Chats, Mails, Videoeinladungen, Telefonkonferenzen und Optimierungs-Webinare waren und sind vielerorts an der Tagesordnung. Wenigstens traf es fast jeden, dass so etwas wie Plan, Steuerung und Kontrolle ausfielen. Überraschend wie beim Stromausfall am Flughafen, wo dann auf einmal wieder die gute alte Handarbeit, paper and pencil und Selbst-Anpacken gefragt sind. Wohl dem, der das nicht so ganz verlernt hat.

Führung wurde so in den letzten Monaten häufig zum Überraschungs-Ei. Wissen als Fundament von Planen und Steuern waren nicht mehr wirksam, sogar nicht selten sogar riskant. Zu wissen, dass vor mir ein Eisberg im Wasser liegt, hilft alleine wenig, wenn ich nichts sehe. Irgendwie muss es gelingen durchzukommen, auch wenn man nicht weiß, ob nicht links oder rechts auch noch einer liegt. Einfach stehenzubleiben, ist auf Dauer auch nicht smart. Also, wie diesem alles hemmenden Gefühl der Unwirksamkeit entgegengehen? Pfeifen im Wald oder warten auf Godot? Alles wenig sexy und der Intelligenz des Menschen doch auch wirklich nicht entsprechend.

Wenn also der Prophet nicht mehr zum Berg kommen kann, dann eben andersherum. Und so entwickelten sich über die Monate immer mehr informelle Strukturen um den Berg herum. Manchmal als Schwarmintelligenz, manchmal schlicht in Form untereinander abgestimmter falscher Reports, weil man einerseits um die Unerfüllbarkeit der Projektvorgaben wusste, andererseits aber doch irgendwie die auf der Kundenseite ebenfalls gravierenden Probleme in der Wertschöpfung zu adressieren. Die Strategie des Durchwurstelns wurde wiederbelebt, eine Art Schattenkompetenz trat in den Fokus und diese gilt es nun, nachdem – hoffentlich – das Gröbste überstanden ist, hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile anzuschauen und ihre besten Seiten in Form einer selbststeuernden Organisationsentwicklung zu kultivieren. Schließlich bleibt das Szenario einer nächsten Pandemie ja allemal möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich. Und weil das so ist, steht die alte Frage nun in einem neuen Anzug vor einem: Welche Führung brauchen wir in der Post-Pandemie-Zeit?

Mit einer möglichen Antwort darauf schließen sich an: Worum sollte es nun Führungskräften gehen? Welche Führungskräfte sollten gehen? Welche Führungsillusionen wurden aufgedeckt? Welche Vorurteile über Mitarbeiter wurden obsolet? Welche Mitarbeiter haben so positiv überrascht wie es das Virus negativ tat? Welche Rahmenbedingungen sind nun zu schaffen, damit das, worum es den Mitarbeitern für ihr Unternehmen ging, erhalten bleibt und weiterentwickelt wird? Was hat die Reaktionsschnelligkeit der Mitarbeiter mit den Führungskräften gemacht?  Welche in der Pandemie ausgeknockten Mechanismen der Planung, Steuerung und Kontrolle können aussortiert werden? Welche Revitalisierung alter Methoden würde die Mitarbeiter demotivieren? Haben die  Führungskräfte die passende Macht, um die alten Zöpfe auch liegenlassen zu dürfen? Was war das Unorthodoxeste, was die Führungskräfte erlebten und wie wurde damit umgegangen?

Und wenn Sie als Unternehmer oder Führungskraft einfach auf diese Fragen keine Antworten finden, wie wäre es dann einmal mit einem systemischen Coaching? Ideen dafür gibt’s hier in Augsburg reichlich und erfreuen sich bereits großer Beliebtheit.