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Logos und Existenz

Die Logotherapie als sinnorientierte Beratungs- und Behandlungsform wurde von Prof. Dr. Viktor Emil Frankl entwickelt und 1946 in seinem Buch Ärztliche Seelsorge erstmals beschrieben.
Mit der von ihm ebenso seinerzeit dargelegten Existenzanalyse wurde der konkreten Arbeit in der Logotherapie eine anthropologische Theorie zugrunde gelegt. Mit diesem Menschenbild lässt sich die Logotherapie als humanistisch-existenzielle Psychotherapie verorten – für Menschen, die Hilfestellung in einer Situation existenzieller Orientierungslosigkeit benötigen. Wir wenden als Logotherapeuten das Gedankengut Frankls im Bereich der Psychologie, der Pädagogik, der Hospizarbeit, der Mediation, im Coaching und in der Führungskräfteentwicklung ein.

Im therapeutischen Kontext leistet die Logotherapie einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung psychischer Störungen, in der Behandlung von Sinnlosigkeitsgefühlen, zur Bewältigung von Verlusterfahrungen, im Umgang mit schweren oder chronischen Erkrankungen, zur Verarbeitung von Krisen und Schicksalsschlägen. Das Therapieziel besteht stets darin, den Möglichkeitsraum für neue Sinnerfahrung zu vergrößern. Dies geschieht gesprächsbasiert mit kognitiver und emotionaler Aktivierung der individuellen Lebenswerte und unter Einsatz innovativer Instrumente zur Werteanalyse und -entwicklung.

Den Menschen verstehen wir als sinnorientiertes Wesen, das vor dem Hintergrund seiner Bedingungen zur Selbstgestaltung seines Lebens fähig ist – auch, wenn eben dieses Leben als aktuell brüchig empfunden wird. Mehr zu unserem Arbeitskonzept finden Sie hier.

Von Querdenkern und Corona-Sieben

Von Sokrates im antiken Athen, dem Lehrer von Platon und Aristoteles, wird folgende Geschichte erzählt:

„Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen!“ sagte einer, der zu Sokrates gelaufen kam.
„Halte ein“, unterbrach ihn der Weise. „Hast du alles, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe gesiebt?“
„Drei Siebe?“, fragte der der andere voller Verwunderung.

„Ja, guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht:
Das erste ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“
„Nein, ich hörte es jemanden erzählen und…“
„So, so! Aber sicher hast du es im zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst gut?“

Zögernd sagte der andere: „Nein, im Gegenteil …“
„Hm“, unterbrach ihn der Weise, „so lasst uns auch das dritte Sieb noch anwenden. Ist es notwendig, dass du mir das erzählst?“
„Notwendig nun gerade nicht…“

„Also“, sagte Sokrates lächelnd, „wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit.“

Diese Geschichte können Sie gerne denen erzählen, die Ihnen mit ihren Gedanken und Sprüchen zu quer kommen.

Gelassenheit

Gerade eben hat uns die Inhaberin eines kleinen Fachgeschäfts unseren ‚Jahres-Osterhasen‘ persönlich vorbeigebracht. Ich finde: In Skulptur gegossene Gelassenheit. Schön, wenn jeder trotz allem ein gutes Stück davon für sich bewahren kann.

Tipp gegen das Liebes-Dilemma

Wenn Du zwei Menschen zur gleichen Zeit liebst,
dann wähle den Zweiten.
Denn wenn Du den ersten wirklich lieben würdest,
hättest Du Dich nie in den zweiten verliebt.

Wachsam werden, wenn sich Mitarbeiterverhalten ändert

Wenn Menschen in Krisen geraten, dann halten sie dies im beruflichen Umfeld gerne zurück. Manchmal ist es Scham, nicht über private Sorgen sprechen zu wollen. Manchmal sieht man im Job einfach nur eine gute Ablenkung, oder man sieht sich in der Verpflichtung, ‚trotz allem‘ eine gute Leitung zu erbringen.

Führungskräfte haben daher wachsam zu sein. Verhaltensänderungen sind nicht zu deuten oder zu interpretieren, das gehört in die Hände von Psychologen oder Ärzten. Aber sie wahrzunehmen, anzusprechen und Unterstützung anzubieten, schon.

Verhaltensänderungen

1. Auffällige Veränderungen im Arbeits- und Leistungsverhalten

• Haufige Fehlzeiten
• Geringes Durchhaltevermögen
• Häufige Pausen
• Unpünktlichkeit, mangelnde Disziplin
• Leistungsschwankungen oder -minderungen
• Nachlassen der Konzentrationsfähiqkeit und des Arbeitstempos
• Erhöhung der Fehlerquote, vermehrte Flüchtigkeltstehler, Häufung von Qualitatsmängeln
• Vermehrte Kontrollen ausgeführter Arbeiten – auch bei Routinetätigkeiten
• Unzuverlässigkeit
• Nachlassende Flexibilität
• Vergesslichkeit, Nachfragen auch bei Routinetätigkeiten
• Arbeiten nicht zu Ende führen
• Vermeidung von Aufgaben, z.B. Vermeiden von Tätigkeiten mit Kundenkontakt oder sozialen Kontakten

2. Auffällige Veränderungen im Sozialverhalten

• Rückzug von den Kollegen bis hin zum Außenseitertum, Eigenbrötlerei
• Hohe Empfindsamkeit, Mitarbeiter/-in nimmt Kritik auffallend persönlich
• Starke und schnelle Gereiztheit; Mitarbeiter/-in reagiert aggressiv z.B. auf Kritik
• Starkes Misstrauen
• Unangemessene Schuldzuweisungen
• Plötzliche Wutausbrüche oder heftige unvermittelte Vorwürfe
• Distanzloses Verhalten, kein Respekt vor den Grenzen der Anderen
• „Seltsames“ Verhalten
• Negative Erwartungen gegenüber Kollegen und Vorgesetzten
• Stets wiederkehrende Konflikte
• Abwertendes oder idealisierendes Verhalten
• Übertrieben unterwürfiges oder hilfesuchendes Verhalten
• Penetrantes ‚auf die Nerven gehen‘ der Kollegen

3. Auffällige Veränderungen im emotionalen Verhalten

• Niedergeschlagenheit; Mitarbeiter/-in wirkt hoffnungslos und verzweifelt
• Resignation: Mitarbeiter/-in kann nicht mehr lachen, wirkt emotional leer
• Erschöpfung: Mitarbeiter/-in wirkt rnüde, energielos und schlapp
• Euphorie: Mitarbeiter/-in reagiert übertrieben überschwänglich, enthusiastisch
• Ängste, starke Befürchtungen
• Mitarbeiter/-in zeigt sich schnell überfordert und angestrengt
• Stimmungsschwankungen: Mitarbeiter/-in bricht bei geringem Anlass in Tränen aus
• Mitarbeiter/-in wirkt dünnhäutig, zerbrechlich und empfindlich
• Minderwertigkeitsgefühle; Mitarbeiter/-in zeigt sich öfter unsicher und ohne Selbstvertrauen
• Lebensüberdruss
• Zahlreiche körperliche Beschwerden

4. Auffällige Veränderungen im Alltagsverhalten

• Schwankungen in der körperlihen Hygiene; deutliche Nachlässigkeit bei der Körperpflege
• Auffällige Nachlässigkeit bei der Kleidung
• Nervöses Zucken (z. B. Augenlid)
• Erhöhter Alkoholkonsum; Medikamentenmissbrauch; auffälliges Essverhalten
• Einschränkungen in der Mobilität (z. B. keine Bahnfahrt, kein Auto mehr)

Wichtig: es geht um Veränderungen, nicht um Charaktermerkmale, die sich vom eigenen unterscheiden oder um solche, die die Person immer schon zeigt.

Datenschutz und Fleischeslust

Manch Unternehmer hat bei der neuen Datenschutzverordnung wohl das Gefühl gehabt, ‚eine Krise zu kriegen‘. Alle seien beruhigt: Es ist nur eine Verordnung, sie wird uns nicht umbringen. Vielleicht aber zuweilen sogar amüsieren. Den folgenden Text hat ein guter Freund uns heute übermittelt.


Ihre Genuss-Fleischerei informiert zur Datenschutz-Grundverordnung

ACHTUNG!

In unserer Fleischerei fragen wir Sie manchmal nach Ihrem Namen und merken uns, welches Fleisch Ihnen am liebsten ist.
Wenn Ihnen das nicht recht ist, rufen SIe beim Betreten der Fleischerei laut:
ICH BIN NICHT EINVERSTANDEN!!

Wir werden dann zukünftig so tun, als würden wir Sie nicht kennen.